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Die Jugend forscht wieder
Macin Morga dreht den Fernseher leiser, als der TBA - Schreiber ihn am Telefon erreicht. Spricht mit demselben Engagement, derselben Energie und Vorbehaltslosigkeit über die Band, in der er Bass spielt, die auch deren Songs prägt. "Nein, das sind keine Tränen, das ist gefrorenes Eis?/?Nein, da tut nichts weh, es ist nur so scheiße kalt", singt Luka Bosse im Stück "Winter". Er tut es so, als müsste er es tun. Markus Otter spielt Gitarre, Anton Cech Schlagzeug. In einem anderen Lied erzählt Bosse – er stammt aus Berlin – von "kulturellen und spirituellen Reisen", bevor er im Refrain meint: "Und das einzige, was ich gelernt hab?/?Ist: Thank you England for The Smiths" – eine pop - lyrische Großtat!
Vollmundig und doppelbödig
Anfangs inspiriert von Tocotronic, macht das Quartett schon länger Musik. Macin nennt 2006 als jenes Jahr, ab dem Die Integrationsklasse richtig Ernst gemacht hat. Die junge Band, die so vollmundig wie doppelbödig behauptet "Wir werden niemals 40", macht aufgeregten Rock, in dem Klassiker der lärmigeren Indie-Reichshälfte à la Sonic Youth oder The Fall widerhallen. In Wien hat sich Die Integrationsklasse längst eine kleine Fangemeinde erspielt, die ihre Gigs zelebriert und der die fünf Songs ihrer Demo - CD ("An die Küste", "Nie 40", "Die Ode an dich und Walter Moers" heißen die weiteren Songs) vertraut sind. Die Texte schreibt Luka, an der Musik schrauben alle. Das Ergebnis hat so viel Kraft, so viel unmittelbaren Charme, lässt aber auch immer wieder Erwartungen so lässig auflaufen, dass es eine Schande wäre, wenn wir nicht bald mehr von dieser Band hören würden. "Die Jugend forscht wieder?/?…?/?Nach gar nichts." ("Nie 40").
HOW TO BANDZONE?
Erstellt ein Bandprofil auf Ampster.net und bestätigt die Teilnahme an der TBA Bandzone. Wer im jeweiligen Wertungszeitraum die meisten Fans sammelt, gewinnt ein Porträt im nächsten TBA und einen Slot auf der TBA Download - CD. Die laufende Runde endet am 21. Februar 2010.