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Gewinner der Bandzone: Dust Covered Carpet
Schon das Bild, das der Bandname zeichnet, ist schön. Sehr schön. Der Teppich samt Assoziation Wohnzimmer für das Abgeschlossene, Private, das das Musikmachen immer inkludiert, die Dinge, die sich zwischen den Beteiligten ereignen, beim Spielen, Arrangieren, Schreiben. Der Staub auf dem Teppich, weil die Musik rausgeht und wieder zurückkommt. "Wir spielen so ein-, zweimal im Monat live", erzählt Volker Buchgraber, dessen Songs im Zentrum von Dust Covered Carpet stehen. Der 24-jährige Steirer hat ein Jahr Gitarre gelernt und als 13-, 14-jähriger begonnen, Songs zu schreiben. Anfangs mit deutschen Texten, was ihm aber "zu direkt war, um das öffentlich zu singen." Mittlerweile ist das Englische längst Selbstverständlichkeit, ohne das Gefühl, etwas damit zu verstecken und nicht zuletzt, weil "es besser klingt". Mit ähnlich gesinnten Autodidakten (mit Ausnahme von Cellistin Magdalena Adamski) macht er jetzt in Wien Lieder aus jenen Ideen, die sich oft als einzelne Sätze in seinem Notizbuch zu manifestieren beginnen.
Musik, die wackelt und lebt
Das Sextett mit einem bunten Bundesländer- und Instrumenten-Mix kommt dabei bei einem unmittelbaren Urban Folk inklusive Lo-Fi-Appeal an, der seinen direkten Charme in Songs wie "Uncover Its Roots", "On The Fields" oder "Peak Of A Feeling" wie beiläufig verströmt. Die Musik mag manchmal wackeln, aber sie lebt – in jedem Moment, in jedem Takt. Über die Verwendung von Flöten und deren Kinderliedfaktor kann man ja noch gesondert diskutieren …
Nach einem Wienkonzert am 23. Mai steht jetzt jedenfalls mal die Arbeit am neuen Album ins Haus – das Debüt "Rerededust The Doubts I Trust" ist bereits 2007 erschienen. Die Band wird im August nach Berlin übersiedeln und dort mit Beat-Is-Murder-Label-Betreiber und Liger-Hälfte Dino Spiluttini aufnehmen. 20 Songs hat Volker dafür schon beisammen, jetzt sucht er noch – "der Druck wird größer" – einen entsprechenden Albumtitel. Wir sind gespannt!