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Gewinner der Bandzone: Mob
Raphael Sas, der Mann im Zentrum von Mob, strahlt eine sympathische Entschlossenheit aus, wenn es um seine Musik geht. Der echte Wiener bekommt im Alter von elf Jahren eine Gitarre geschenkt, das Spielen darauf geht bald mit dem Schreiben eigener Lieder Hand in Hand. 2005 beginnt der heute 26-Jährige solo aufzutreten. Bei einem dieser Auftritte im Gürtellokal Rhiz spricht ihn Christian Franke, seines Zeichen Bassist, an. E-Mails mit musikalischem Inhalt gehen hin und her.
Raphael gefällt, was Christian zu seinen Songs beizutragen weiß. Die neugefundene Duo-Konstellation wächst sich nach und nach mit Christians Bruder Stefan am Klavier und Schlagzeuger Manuel Prenner zu einer richtigen Band aus. Der Name Mob bleibt picken. Das, obwohl seine ursprüngliche Bedeutung – ein von der vergeblichen Suche nach gleichgesinnten Mitmusikern leicht frustrierter Raphael firmierte als M.o.B., Mann ohne Band – heute obsolet ist.
Den Aktionsradius erweitern
Getextet und gesungen wird in deutscher Sprache. Raphael: "Ich bin mit Englisch an meine Grenzen gestoßen, am Anfang hab ich mir schwer getan damit, ich bin aber drangeblieben."
Dazu liefert er den Großteil der musikalischen Grundideen, etwa ein Drittel davon steuert mittlerweile Stefan bei. Vergleiche mit Element Of Crime oder späten Blumfeld gehen in Ordnung. Im Detail, in der genauen klanglichen und sprachlichen Färbung klingen Mob aber anders, eigen, nach sich. Qualitäten, die das Jugendradio FM4 beim Lied "Fast jeden Tag" zu schätzen gelernt hat, Airplay und ein Platz auf der letzen "FM4 Sound Selection" sind die Folgen.
Nächster Schritt ist ein Album, an dem die Band gerade arbeitet und das bei Problembär Records erscheinen wird. Damit wollen Mob den Live-Aktionsradius über Wien hinaus erweitern, und vielleicht wird das Selbstverständnis Raphael Sas’ als Musiker so auch erwerbstechnische Realität.