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Donnerstag, 09. Juli 2009

Gewinner der Bandzone: Fucoustic

Fucoustic, die aktuellen Sieger der TBA Bandzone, widmen sich der Musik der Band Fugazi. Ihre Neu-Interpretationen gehen über gewöhnliche Coverversionen weit hinaus.

Fugazi aus Washington, D. C. sind eine große Band. Konsequent, was Form und Inhalt ihrer Songs betrifft, hört ihre Kunst damit noch lange nicht auf. Ihre unabhängige Arbeitsweise mit Selbst - Management und eigenem Label (Dischord Records) verleiht ihrer zwingenden Musik Modellcharakter. Eine solche Band verdient auch eine besondere Tribute-Band. Und Fucoustic aus Vorarlberg sind diese Tribute-Band. Mit zwei akustischen Gitarren und ihren Stimmen begannen Daniel Amann und Andi Ganter um das Jahr 2000 herum Songs der Post-Hardcore-
Giganten auf ihre Art und Weise zu interpretieren, 2004 kam Christine Mairer am Cello dazu. In diesem Jahr erschien auch die heute vergriffene erste CD, »Fucoustic Plays Fugazi«, 2008 folgte »Folderol«. Unter prominentem Zuspruch: Auf der Fucoustic-Website sind Postkarten von Fugazis Ian MacKaye zu sehen, der dem Projekt wohlwollendes Feedback gibt.

Ruhigere Parallelexistenzen
»Jeder hat seine Favoriten«, meint Daniel am Telefon auf die Frage, wie Fucoustic ihre Stücke aus dem Fugazi-Werk auswählen. »Die werden dann dahingehend ausprobiert, ob sie in unserem Set-up funktionieren.« Während Fugazi selbst zur Zeit inaktiv sind, legen Fucoustic immer wieder die Schönheit, die Melodien und die Klarheit von Songs wie »Forensic Scene«, »Argument«, »Blueprint«, »No Surprise« oder »Rend It« frei, in ruhigeren Parallelexistenzen zu den Originalen. Interessant in dem Zusammenhang, dass MacKaye zuletzt selbst mit Amy Farina unter dem Namen The Evens eine reduzierte Duo-Konstellation als musikalisches Outlet gewählt hat. Als Highlight der Fucoustic-Geschichte sieht Daniel die US-Tour im Sommer 2007: »Es war schon etwas ganz Besonderes diese Songs in Washington, D. C. zu spielen.« Momentan steht ein neues Projekt im Raum: In Graz soll gemeinsam mit Fugazi- Bassist Joe Lally an eigener Musik gearbeitet werden. Sicher eine spannende Sache – wie Fucoustic selbst.

Von: Rainer Krispel







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