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Arctic Monkeys: Schluss mit den Pickeln
Zuerst der viel zitierte Blick zurück: Vor ein paar Jahren, genauer: Anfang 2006, machten sie das Kleeblatt nach den Erfolgen von Franz Ferdinand, Bloc Party und den Kaiser Chiefs komplett: die Arctic Monkeys aus Sheffield. Seitdem darf sich das Quartett gemeinsam mit besagten Kollegen auf die Fahnen heften, dass britische Musik wieder en vogue ist, mehr noch: Sie ist mittlerweile auch jenen Leuten ein Begriff, die sich sonst nicht mit Musik beschäftigen. Das war seit der Hochblüte des Brit-Pop, als Blur, Oasis und Pulp noch die Bands der Stunde waren, nicht mehr so.
Gratis zahlt sich aus
Mit ihren zackigen, messerscharfen Songs berichteten die damals noch von Pickeln gezeichneten Jungspunde vom nicht selten tristen Alltag in ihrer Heimat Sheffield – und sprachen nicht nur ihren Alterskollegen aus der Seele. Dabei verdankten sie einen Teil ihres Erfolges dem Internet. Dort waren ihre Songs gratis verfügbar, und dort bauten sie sich ihre Fan-Gemeinde auf. Das zahlte sich aus: Innerhalb einer Woche verkauften sie alleine in England 360.000 Stück ihrer Debüt-CD – und damit mehr als alle anderen Alben in den Top 20 zusammen. »Whatever People Say I Am, That’s What I’m Not« (2006) schoss auf Anhieb an die Spitze der Verkaufscharts und wurde zum bis dato schnellstverkaufenden Debütalbum in der englischen Geschichte – und das in Zeiten, in denen die Musikindustrie über sinkende Albumverkäufe jammert und dafür dem bösen, bösen Internet die Schuld gibt. Nur etwas mehr als ein Jahr später wurde mit »Favourite Worst Nightmare« der Zweitling nachgeschoben – und konnte die eigenen Rekorde fast egalisieren. Spätestens jetzt präsentierte man sich reifer, und das, obwohl die Songs schneller und lauter, dabei aber auch fokussierter als jene des Debüts waren.
Der große Scott Walker
Seitdem hat vor allem Sänger und Songwriter Alex Turner von sich hören lassen: Gemeinsam mit Miles Kane von der befreundeten Band The Rascals und unterstützt von Streicher-Wunderwuzzi Owen Pallett huldigte er unter dem Namen The Last Shadow Puppets dem 60er-Jahre-Œuvre des großen Scott Walker. Der Rest der Arctic Monkeys verhielt sich eher ruhig, bis Anfang letzten Jahres durchsickerte, dass man einige Songs im kalifornischen Joshua Tree unter der Ägide von Queens-Of-The-Stone-Age-Kopf Josh Homme aufzunehmen gedenke. Was aus diesen Sessions geworden ist, bleibt derweil im Dunkeln. Klar ist hingegen, dass Alex Turner, Matt Helders, Jamie Cook und Nick O’Malley Anfang Mai in New York eingetroffen sind, um mit James Ford (Simian Mobile Disco) an neuem Material zu arbeiten. Klar ist auch, dass die Arctic Monkeys am 5. Juli ein Open-Air-Konzert in der Wiener Arena bestreiten werden; vielleicht gibt es ja schon das eine oder andere neue Stück zu hören ...
Wir verlosen 2 x 2 Tickets für die Open-Air-Show der Arctic Monkeys am 5. Juli 2009 in der Wiener Arena.
Einfach folgende Frage beantworten:
Wie heißt der Sänger der Arctic Monkeys?
a) Joe Lynn Turner
b) Will Turner
c) Alex Turner
Die Teilnahme ist bis 30. Juni 2009 möglich. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.