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Chuck Ragan: Feast or Faminer (Cargo/Trost)
Wenn Mörderpuppen häuslich werden, ändert sich so manches. Familienmitglieder werden nicht mehr aus dem Fenster geschupst, denn sie könnten beim Aufprall im frisch angelegten Kräuterbeet landen. Der Kamin wird nicht zum gewaltsamen Eindringen in fremde Räumlichkeiten genutzt, aber im Alleingang geschrubbt. Und Chucky selbst steht nicht mehr in Flammen, sondern sitzt am Lagerfeuer.
Sein Tatwerkzeug: die Akustikgitarre. Am Mund harmonisch: die Mundharmonika.
Dort tanzt er like nobody's watching und singt like nobody cares. Von traurigen Dingen, vom Aufstehen, vom zur Ruhe kommen, vom Familienleben. Fast so als hätte der gute Ragan immer schon dort gesessen – im Kreise seiner Lieben, abgeschattet von der Außenwelt, in die er damals all seine Aggressionen gebrüllt hat.
Da Chuck dennoch ab und zu an Menschen wie Ness denken muss, lässt er ein Foto von sich schießen. Für ehemalige Wegbegleiter. Gestützt auf dem Gitarrenkoffer und in Gedanken schon bei den Brettern in der kleinen Tischlerwerkstatt hinter dem Häuschen. to find peace and to die up there. Mal in den Bergen, mal auf hoher See, aber niemals mehr in der gemeinsamen Punkhölle.
An dieser Stelle und in der Print-Ausgabe von TBA werden die besten Artikel, die TBA-Leser eingeschickt haben, abgedruckt. Der einzusendende Text sollte ein aktuelles Thema aus den Bereichen Musik, Film, Games, Gadgets, Literatur, Kunst oder Theater behandeln. Das kann eine Rezension, ein Feature, eine Reportage oder was auch immer sein. Die Länge liegt bei max. 1.500 Zeichen (inkl. Leerzeichen) und sollte neben dem Foto des Einsenders auch ein Foto zum Text beinhalten (Achtung: die Bildrechte müssen geklärt sein!).
Den Einsendern der jeweils abgedruckten Texte winken als kleine Anerkennung CD-Packages.