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Notorious B.i.G
Der kleine Christopher Wallace sitzt auf der Treppe vor seinem Haus und rappt sich in seine Zukunft: "I don't need you in my life, cause you ain't shit." Zwischen Adipositas und den Beats steckt ein Traum: Ein Leben als Bad Boy steht im bevor, ein Leben als einer der größten Stars des HipHop - Business. Der kleine Junge aus einfachen Verhältnissen stolpert von der Treppe in die Drogenszene. Ausgestattet mit weißen Sneakers und einer Knarre verdient sich "Biggie Smalls" knallharte Street - Credibility, einen Aufenthalt im Knast und damit jede Menge Zeit und Muse, um begnadete Raps über das harte Leben im Hood zu schreiben. "Ich kenne Motherfucker, die andere Motherfucker kennen", sagt ein Homie.
Und weil einer dieser Motherfucker zufällig Puff Daddy heißt, Biggie unter Vertrag nimmt und ihm den steinigen Weg ins Showbusiness ebnet, wird quasi über Nacht eine Legende geboren: The Notorious B.I.G. George Tillmans Biopic hantelt sich fortan durch alle Klischees, die das Musikbusiness zu bieten hat. Nach Bullshit kommt Party. Mehr Pepsi und Weed! Auf die eine Frau (Rap - Kollegin Lil' Kim) folgt die nächste (R'n'B - Sängerin Faith Evans), dazu ein gehöriger Batzen Ruhm, der dem Rapper schnell zu Kopf steigt. Als wären die privaten Wirren nicht schon genug an tragischem Stoff, wird der dramaturgische High - Noon rund um den damals entflammten erbitterten Kampf zwischen East Coast - und West Coast - Rappern gestrickt, der als Paradebeispiel einer gescheiterten Konfliktlösung in die Annalen der HipHop - Geschichte eingehen wird. Der Beef zwischen Tupac (der 1996 erschossen wurde) und B.I.G., findet im März 1997 ein tragisches Ende – durch vier Kugeln, die in B.I.G.s Körper landen. Vorhersehbares Finale, grandiose Raps und manch gut gemeinter Rat: "Ganz egal, was auch passiert – lass dich nie von einem Mann ›Bitch" nennen.‹ R.I.P. B.I.G. (6/10)
Regie: George Tillman Jr.
Label: 20th Century Fox Home Entertainment