|
|
||
|
|
|
WERBUNG Online-Games |
Subway
Wo wäre der bessere Ort für ein Katz und Maus Spiel - bei dem die Sympathien allerdings deutlich bei den Gesetzesbrechern als den - hütern liegen - als die Pariser Metro? Dorthin, wo sich in den schlecht beleuchteten, endlos langen Gängen in stillgelegten Betriebsräumen eine seltsame, zweckmäßige WG gebildet hat, passen die seltsam gekleideten Menschen (wir befinden uns in den Achtzigern), die seltsame Dialoge sprechen („Gun’s don’t kill people, people kill people“) nur all zu stimmig hinein. Der Aussenseiter Fred (ein blondierter Christopher Lambert) treibt sich gemeinsam mit anderen Freaks wie dem Drummer (Jean Reno), dem Blumenverkäufer (Richard Bohringer) oder dem Rollschuhfahrer (Jean - Hugues Anglade) herum, die auch vor der ein oder anderen Gaunerei nicht zurückscheuen.
Man muss ja schließlich auch von etwas Leben - wobei Freds Hauptintention eigentlich wäre, erfolgreicher Bandmanager zu werden. Doch kommt einiges an Aufregung in die Szene, und auch Freds Leben, als Héléna (Isabelle Adjani) auftaucht, die als Gattin eines Vermögenden das ursprüngliche Erpressungsopfer Freds war und kein Geheimnis daraus macht sie zu lieben. Herrlich sind auch die tölpelhaften Kommissare besetzt, die an die große Zeit eines Luis de Funès erinnern (zugegeben, als der Film produziert wurde, war der noch nicht lange unter der Erde), die jedoch in groteskem Gegensatz zu der schrägen Unterwelt stehen. So bleibt zu sagen, dass Luc Besson am Beginn seiner Karriere ein im positiven Sinne höchst emotionales Werk, das aber gleichzeitig subversiv und höchst subtil ist, komponiert hat.
Regie: Luc Besson
Label: Concorde Home Entertainment
Wertung: 8/10