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My Bloody Valentine
Zufriedenstellende, also praktikable Lösungen sind bislang eher ausgeblieben, und mit dem Einsatz von Farbfilterbrillen dürfte sich der Durchschnittsbürger wohl weiterhin nicht so recht anfreunden. Bevor James Cameron das Problem mit seinem Mammutprojekt „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ auch nicht löst, kann man’s jetzt noch mal in der vertrauten Umgebung der eigenen vier Wände probieren. Mit dem vorliegenden Remake des kanadischen Blut - und - Beuschel - Klassikers „My Bloody Valentine“ hat sich Regisseur Patrick Lussier nämlich am stereoskopischen Film versucht. Eine 2D - Fassung gibt’s glücklicherweise auch, und die geht so: Ausgerechnet am Valentinstag erwacht Harry Warden, der einzige Überlebende eines Minenunglücks im Bergbaustädtchen Harmony, aus dem Koma.
Von den Vorfällen unter Tage in den Wahnsinn getrieben, richtet er nicht nur im Krankenhaus ein Blutbad an – auch eine Handvoll Jugendlicher, die in den Stollen der Mine eine Party feiern, fallen ihm zum Opfer, bevor er von der Polizei angeschossen die Flucht ergreift. Zehn Jahre später kehrt Tom, einer der Überlebenden von damals und Erbe der Mine, nach Harmony zurück, um mit der Vergangenheit abzuschließen. Dass er nur gekommen ist, um die Hinterlassenschaft und somit die wirtschaftliche Grundlage des Städtchens zu Geld zu machen, sorgt für Unruhe. Und auch der Mörder in der Bergwerkskluft taucht plötzlich wieder auf … Hat Harry Warden gar überlebt oder handelt es sich um einen Nachahmungstäter? Dass Lussier diese Frage am Ende wirklich beantwortet und sich trotzdem alle Optionen für ein Sequel offenhält, sei vorweggenommen. Sein unbekümmerter Umgang mit Kunstblut und Innereien beschert dem Publikum bis dahin jedenfalls ein solides Slasher-Movie, das auch in Sachen Opferverhalten geradezu klassisch gestrickt ist: Angesichts der blutigen Spitzhacke gehen Nerven und Verstand zur gleichen Zeit über Bord. (6/10)
Regie: Patrick Lussier
Label: Kinowelt