|
|
||
|
|
|
WERBUNG Online-Games |
Schlachthof #5
In mehreren Romanen nahm Kurt Vonnegut Jr. auf seine Zeit im Zweiten Weltkrieg Bezug, in keinem jedoch im gleichen Maße wie in „Slaughterhouse - Five“. Seine persönlichen Erfahrungen als einer von sieben US - amerikanischen Kriegsgefangenen, die die Bombardierung Dresdens durch die Alliierten im Februar 1945 überlebten, ließ Vonnegut auch dem Romanhelden Billy Pilgrim zuteil werden, um ihn traumatisiert von den Schrecken des Krieges durch eine wirre Aneinanderreihung von Szenen aus drei Realitätsebenen springen zu lassen – zwischen Vergangenheit (die Zeit im Krieg), Gegenwart (die USA der 60er-Jahre) und Zukunft (der Planet Tralfamadore, auf den er von Außerirdischen entführt wird).
Ein gewagter erzählerischer Kniff, den Oscar-Preisträger George Roy Hill („Butch Cassidy und Sundance Kid“, „Garp und wie er die Welt sah“) in seinem Film aus dem Jahre 1972 meisterlich umgesetzt hat. Eingebettet in Szenen aus der Gefangenschaft legt sich auch über das „normale“ Leben des Kriegsheimkehrers eine beklemmende Grundstimmung, der sich Billy Pilgrim ohne großen Widerstand zu fügen scheint. Einzig das weit entfernte Tralfamadore ist ihm Zufluchtsort, und das, obwohl er ja auch dort in einer Art Gefangenschaft lebt. Die Absurdität des Krieges lassen Vonnegut und Hill so auf ihre Figuren wirken, bis sie auf ganz anderer Ebene zum Tragen kommt. Eine Romanverfilmung, die es in sich hat.
Regie: George Roy Hill
Darsteller: Michael Sacks, Ron Leibman, Valerie Perrine
(Koch Media)