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Cloverfield
Einstürzende Hochhäuser, Staubwolken, Rauch, Feuer und Panik in den Straßen New Yorks. Bilder, wie man sie von 9/11 kennt. Doch hier sind sie nicht Ergebnis eines realen Terrorakts, sondern entstammen der Fantasie des Visual - Effects - Teams rund um Produzent J. J. Abrams ("Lost"). Inspiriert vom ikonenhaften Vorbild "Godzilla" und seiner ungebrochenen Präsenz in der japanischen Kultur nahm sich dieser mit "Cloverfield" nichts weniger als die Neu-Erfindung des klassischen Monster - Movies vor.
Dass sich der Film dabei tatsächlich durch eine außergewöhnliche Perspektive und besondere Unmittelbarkeit auszeichnet, liegt nicht zuletzt an einem erzählerischen Kniff: Frei nach "Blair Witch Project" ist der gesamte Streifen aus Sicht der Videokamera eines der Protagonisten gedreht.
Die Aufnahmen – es beginnt mit einer Party, die durch ein vermeintliches Erdbeben unterbrochen wird – gehorchen dementsprechend einer anderen Ökonomie in der Kameraführung, als man es gewohnt ist. Verwackelte Einstellungen und ungeplant wirkende Schnitte bestimmen das Bild. Die Panik der Partygäste wird auf diese Weise regelrecht spürbar. Erst recht, als diese in den Straßen Manhattans angesichts des weder vor der Freiheitsstatue noch vor dem anrückenden Militär Halt machenden Monsters die Flucht ergreifen.
Dass "Cloverfield" nicht vollkommen überzeugt, liegt letztlich an seinen schwachen Hauptfiguren und der allzu unrealistischen Annahme, diese würden ihre eigene Notlage fast durchgehend mit der Kamera festhalten. Abseits derartiger Schwächen darf man sich aber über 80 ebenso spannende wie effektvolle Filmminuten freuen. (6/10)
Regie: Matt Reeves
Label: Paramount