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Mala Noche
In Gus van Sants Spielfilmdebüt aus dem Jahre 1985 prallen Welten aufeinander. Der junge Amerikaner Walt verliebt sich in den illegal eingewanderten Mexikaner Johnny, seine Zuneigung bleibt aber unerwidert. Zusammen mit Johnnys Freund Pepper unternehmen die drei aber viel und versuchen sich durch ein hartes amerikanisches Stadtleben ohne Geld zu schlagen.
In schwarz-weiß und mit harten hell-dunkel-Kontrasten sowie vielen Close-Ups an die Ästhetik des Film Noir angelehnt, erzählt van Sant sehr berührend schon in seinem ersten Film von jugendlichen Außenseitern, wie er es später auch in Filmen wie "Elephant", "Paranoid Park" oder "Good Will Hunting" tun wird.
Die Polarität in der Filmsprache spiegelt auch die Befindlichkeit der Figuren wider: Walt gehört zwar dem amerikanischen White Trash an, ist den Mexikanern aber immer noch gesellschaftlich überlegen. Gleichzeitig befindet er sich in einer Abhängigkeit von seinen Freunden, da er ohne sie ein einsames Leben führen würde.
Diese Spannung zwischen Machtgefühl und Erniedrigung zieht sich durch den ganzen Streifen des New Queer Cinema, mit dem van Sant sich als Regisseur etablierte. Ein außergewöhnliches Stück Filmgeschichte (7/10)
Regie: Gus Van Sant
Label: Alive