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Mirrors
Wer sein Spiegelbild betrachtet, blickt auch in die eigene Seele. Doch nicht immer zeigt das Widerbild das wahre Selbst. Ben Carson (Kiefer Sutherland) steckt in einer schweren Krise. Nach dem Tod seines Partners sucht der Ex - Cop Zuflucht in Alkohol und Medikamenten – was ihn schließlich auch noch seine Frau (Paula Patton) und seine Kinder (Erica Gluck und Cameron Boyce) kostet. Schwer gebeutelt entsagt Ben dem Alkohol und nimmt einen Job als Nachtwächter im baufälligen Mayflower Building an, einem ehemaligen Luxuskaufhaus, an. Doch schon in seiner ersten Nacht hört er sonderbare Geräusche und die gewaltigen Zierspiegel in dem maroden Bauwerk offenbaren ihm unheimliche Visionen. Alexandre Aja (Jahrgang 1978) landete mit seinem zweiten Film "The Hills Have Eyes" – einem Remake des Wes - Craven - Klassikers – einen beachtlichen Genreerfolg. Aja präsentiert sich auch in seinem neuen Streifen als Regie - Wunderkind, allerdings auch wieder als Drehbuchautor mit Schwächen. Was man am Anfang noch für einen "normalen" Mystery - Film halten könnte, entpuppt sich im weiteren Verlauf als wildes Themenpotpourri zwischen "Der Exorzist", "The Ring" und "Das Geisterschloss". Zu Gute kommt dem Film, dass er die Vorlage - Sung - ho Kims "Into The Mirror" – nicht eins zu eins kopiert: Im Gegensatz zum Original spielt die Geschichte nicht in einem ultramodernen, sondern in einem völlig heruntergebrannten Kaufhaus. Wenn das Drehbuch auch alles andere als perfekt ist – im Grunde ist die Performance des Hauptdarstellers Kiefer Sutherland recht solide, obgleich man sich die Ausreizung unbekannter Facetten seiner Paraderolle Jack Bauer aus "24" gewünscht hätte. Auch Carson agiert auf der Schnittstelle zwischen Professionalität und Besessenheit immer am Rande endgültiger Gebrochenheit. Erst als es um die Rettung seiner Familie geht, findet er zu sich. "Mirrors" funkelt zwar, brilliert aber nicht. Manchmal ist der Durchschnitt allerdings zu wenig. (7/10)