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Perfect Blue
Die erfolgreiche Sängerin Mima trennt sich von ihrer Girlgroup "Cham", um eine Karriere als Filmschauspielerin zu starten. Nicht jeder ihrer zahlreichen Fans kann sich allerdings mit dem spontanen Wechsel der Professionen anfreunden. So kommt es, dass der Beginn ihres neuen Daseins schon bald von seltsamen Ereignissen und lebensgefährlichen Anschlägen überschattet wird und so gar nichts mit ihrem gewohnten Leben als Popstar zu tun hat.
Drohbotschaften bilden den Auftakt einer Spirale psychischer Veränderungen. Hinzu kommt, dass sich eine anonym gestaltete Website als ihr persönliches, digitales Tagebuch im Internet verkauft und intime Informationen der Öffentlichkeit preisgibt, von denen außer der Protagonistin selbst niemand etwas wissen könnte. Eine Serie von blutigen Morden nimmt sodann ihren Lauf, und die ohnehin verunsicherte Hauptfigur verliert sich zunehmend zwischen (vermeintlicher) Überwachung, Albträumen und Paranoia.
Die Handlung kippt mitsamt ihren vielen Wendepunkten in ein Spiel aus Verwirrungen und Gewalt, während auch für das Publikum stellenweise schwer zwischen Wahn und Wirklichkeit unterschieden werden kann. Realfilm - ähnliche und stellenweise bereits aus anderen Filmen bekannte Narrationsformen werden dabei von eindringlichen Bildideen und schnellen Schnitten abgelöst. Eine Erzählstrategie, die sich teilweise im Spektakel ergibt, und so zwar oft, aber nicht immer gut funktioniert. Der bereits 1997 in Japan veröffentlichte "Perfect Blue" ist ein Anime - Psychothriller, der einerseits spannungsreich und packend inszeniert wurde, aufgrund seiner überschaubaren Figurenkonstellation andererseits gegen Ende hin jedoch keine allzu großen Genre - Überraschungen mehr bieten kann. (6/10)
Regie: Satoshi Kon
Label: Rapid Eye Movies