|
|
||
|
|
|
WERBUNG Online-Games |
Home Is Where My Heart Is
Ein Baby ist unterwegs – ausgerechnet jetzt, wo die Eltern von Burt (John Krasinski) freudig verkünden, ihre Pension in Europa zu verbringen. Was für eine Eigensinnigkeit! Für Burt und seine Freundin Verona (Maya Rudolph) besteht nun aber kein Grund mehr, länger in der Provinz zu verweilen, wo sie ohnedies nur der Eltern wegen hingezogen sind. Sie wollen – nicht zuletzt, um ihrem Baby eine bessere Zukunft zu ermöglichen – einen Neustart wagen. Das Paar stattet seinen Freunden Besuche ab. Immer im Hinterkopf: Die Suche nach dem Dorado.
Avatare der Familiengründung
Diverse Lebensmodelle kommen für Verona und Burt nicht in Frage: Das superliberale Akademikerpärchen lehnt Kinderwägen (Gefängnisse) ab, Arbeitskollegen im Mittleren Westen flüchten sich in den Suff. Nach Phoenix, Tucson und Miami finden sie ihr neues Heim im Haus von Veronas verstorbenen Eltern. Die Erkenntnis: Glück liegt im "Happy Together" – und nicht primär an der Destination. Manchmal ist wirklich der Weg das Ziel, und wenn dieser mitten ins Herz trifft, kann man nicht so falsch liegen. Der Oscar - Gewinner Sam Mendes ("Revolutionary Road", "Road to Perdition", "American Beauty") versucht sich erstmals – quel surprise! – an einem komischen Stoff oder genauer: an einer "Dramedy". Ang Lee ("Brokeback Mountain", "The Ice Storm") deutete an, dass er sich mit "Taking Woodstock" freilachen wollte, einen ähnlichen Ansatz dürfte auch der große Tragöde Mendes verfolgt haben. Mit 17 Millionen Dollar vergleichsweise billig budgetiert, kommt "Away We Go" leichtfüßig daher – diesmal spannt Mendes den Bogen nicht bis zum Anschlag, was ihm Sympathien zufliegen lässt. Thanks, Sam!
"Away We Go – Auf nach Irgendwo"
Regie: Sam Mendes
Darsteller: John Krasinski, Jeff Daniels
Start: 16.10. (A) 15.10. (D)
Wertung: 8/10