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1, 2, 3 – vorbei!
Beim "Film Music Symposium" (veranstaltet von der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien) lamentierte Naked - Lunch - Frontmann Oliver Welter unlängst darüber, dass die Band oft mit Regisseuren zu tun hätte, die sich sonst in jedes Department einmischen, aber ausgerechnet bei der Filmmusik "schmähstad" seien. Dabei ist der "Score" – wie die Filmmusik im Fachjargon genannt wird – ein nicht zu vernachlässigendes Thema. Nun gibt es das Modell des Autors und Produzenten in Personalunion. In Hollywood nämlich. Und das wäre laut Harald Kloser ohnedies State of the Art. Harald, wer? Nun, das ist dieser Filmkomponist, -produzent und Drehbuchautor, der in den Staaten eine große Karriere gemacht hat. Inzwischen sehen ihn die Studiobosse in einer Liga mit Arnold Schwarzenegger – was den Erfolg und was die Heimat betrifft. Kloser ist nämlich Österreicher. "Requiem für Dominik" – das war seine Eintrittskarte in die Filmwelt. Der damalige Regie - Shootingstar Robert Dornhelm ("Krieg und Frieden", "Rudolf") gab dem Rookie diese einmalige Chance. Und Kloser denkt gar nicht mehr daran, mit dem Scoren aufzuhören.
Best of Weltuntergang
Ein Konzept des kreativen Gesamtkunstwerkes verfolgend, hat er sich nun auch als Produzent verwirklicht und sich natürlich auch einen fetten Score gegönnt: "Die Kommunikationswege waren kurz", wie er den Teilnehmern des Film Music Symposiums launig dargelegt hat. Diese durften – weltexklusiv – eine Lecture von Mister Kloser erleben. Wow! Die cineastischen bits and pieces aus Soundeffekten und orchestralen Klangmauern haben zweifelsohne Heißhunger auf den zu den teuersten Filmen der Geschichte zählenden Blockbuster "2012" – die Columbia Studios genehmigten 250 Millionen US - Dollar – gemacht. Die Tradition der Katastrophenfilme fortführend, geht es in "2012" um die Idee, dass nach dem Ende der langen Zählung des Maya - Kalenders die Welt im Jahre 2012 untergehen wird. Freilich hat der Autor Kloser diverse Schreckensszenarien vermanscht. Gewissermaßen ein "Best Of Weltuntergang".
Die Tibeter, die alten Ägypter, die Cherokee - und Hopi-Indianer – sie alle beziehen sich in ihren mystischen Glaubenssystemen auf einen 26.000 Jahre alten Zyklus, welcher am 22. Dezember 2012 endet. Zu diesem schönen Schwelgen im entfesselten Kaputtmachen hat sich der Produzent Kloser ausgerechnet mit dem Routinier Roland Emmerich ("Independence Day", "The Day After Tomorrow") zusammengetan. Mit dem Meister des spektakulären Blockbuster-Kinos als Regisseur werden erneut visuelle Grenzen gesprengt. Mit von der Partie sind Amanda Peet, Thandie Newton, John Cusack, Oliver Platt, Danny Glover und Woody Harrelson. Nicht nur die lassen es krachen! "It’s The End Of The World!" Danke, Harald – das Pfeifen ist zurück!
"2012"
Regie: Roland Emmerich
Darsteller: John Cusack, Amanda Peet
Start: 13.11. (A) 12.11. (D)
Wertung: 8/10