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Jumper
Mit einer beachtlichen Riege junger Hollywood-Stars weiß Doug Limans („Die Bourne Identität“) neuester Film aufzuwarten: Neben Hauptdarsteller Hayden Christensen (vor allem bekannt für seine Rolle als Anakin Skywalker in „Star Wars“) sind Rachel Bilson („O. C. California“) und der großartige Jamie Bell (zuletzt: „Hallam Foe“) zu sehen. Dass daneben noch ein weißhaariger Samuel L. Jackson den Gegenspieler des Titelhelden mimt, sorgt durchaus für eine gewisse Erwartungshaltung, die jedoch fast zwangsläufig enttäuscht werden muss. Aber der Reihe nach ...
Als David (Christensen) durch die Eisdecke eines zugefrorenen Sees bricht, entdeckt er, dass er über eine besondere Fähigkeit verfügt. Er kann sich allein durch seine Willenskraft an jeden beliebigen Ort der Welt teleportieren. Der 15-Jährige sieht die Chance gekommen, aus seinen zerrütteten Familienverhältnissen auszubrechen und anderswo ganz von vorne zu beginnen.
Das nötige Kleingeld für sein neues Leben – er ist mittlerweile 23 und bewohnt ein mit Gadgets vollgestopftes Luxusappartment in New York City – holt er sich bei gelegentlichen Jumps in die Tresorräume diverser Banken. Doch er muss lernen, dass sein sorgloses Verhalten nicht ohne Folgen bleibt: Eine Gruppe grimmiger Zeitgenossen, genannt die Paladine, trachtet ihm nach dem Leben. Einzig ein anderer Jumper namens Griffin (Bell) steht ihm zur Seite.
Man merkt bereits: Der Plot (nach einer Romanvorlage von Steven Gould) steht auf wackligen Beinen. Also beeindruckt der Film in erster Linie mit seinen Action-Sequenzen: Wie sich die Jumper und die Paladine durch die Sprunglöcher von Kontinent zu Kontinent prügeln, das hat einen gewissen Witz. Bei all der Rasanz bleibt aber vor allem Hayden Christensen, als einem einzig auf seinen Vorteil bedachten, von touristischem Hotspot zu Hotspot springenden Lebemann, wenig Gelegenheit, seinen Charakter mit so etwas wie Tiefe auszustatten.
Moralische Implikationen seiner „Superkräfte“ werden nur angedeutet. Und auch die Motivation der Paladine bleibt schwammig – „only god should be able to do that“. Ganz anders Jamie Bell: Zwischen Konsolenspielen, Fast Food und dem Kampf gegen die Paladine gibt er die Slacker-Variante eines Jumpers. In seiner Abgeklärtheit ist er der Höhepunkt dieses zwar unterhaltsamen, irgendwie aber doch etwas unbefriedigenden Streifens.
Regie : Doug Liman
Darsteller: Hayden Christensen, Jamie Bell, Rachel Bilson, Diane Lane, Samuel L. Jackson
Verleih: Lunafilm
Start: 27. März