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Cannes: Kino zwischen Kommerz und Anspruch
Abseits des Wettbewerbs fanden sich auch heuer wieder zahlreiche Hollywood-Stars ein, um ihre aktuellen Produktionen zu bewerben. So rührten Jack Black, Dustin Hoffman und Angelina Jolie die Werbetrommel für den Dreamworks-Animationsfilm "Kung Fu Panda", während Harrison Ford gemeinsam mit Steven Spielberg und George Lucas anlässlich der Weltpremiere von "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" die Werbepeitsche schwang.
Selbst Woody Allen kam um seine neueste Arbeit "Vicky Christina Barcelona" unterstützt von Hauptdarstellerin Penélope Cruz zu präsentieren. Im Wettbewerb unter dem Vorsitz von Jury-Präsident Sean Penn überzeugte Arnaud Desplechins vielschichtiges Familienporträt "Un conte de Noël" mit einer französischen All-Star-Riege, allen voran Catherine Deneuve und Mathieu Amalric, ebenso wie Matteo Garrones Mafiadrama "Gomorrha" oder der israelische Animationsfilm "Waltz with Bashir" von Ari Folman, der hier persönliche Traumata aus dem ersten Libanonkrieg verhandelt.
Daneben ritterten auch neue Arbeiten von Clint Eastwood ("Changeling"), Steven Soderbergh ("Che"), Wim Wenders ("Palermo Shooting") und den Brüdern Dardenne ("Le Silence de Lorna") um die Goldene Palme. Mit einer kleinen Reihe gedachte man auch der Ereignisse vom Mai 1968, als im Zuge der studentischen Unruhen in Paris das Filmfestival von Cannes abgebrochen wurde, mit einer Auswahl jener Filme, die anno dazumal nicht mehr gezeigt wurden. Beschlossen wurde das Festival mit Barry Levinsons Tragikomödie "What Just Happened?" mit Bruce Willis und Robert De Niro in den Hauptrollen.