|
|
||
|
|
|
WERBUNG Online-Games |
Too drunk to kill
Frank Falenczyk (Ben Kingsley) hat ein massives Alkoholproblem. Dieses hat ihn schon mehrfach in Bedrängnis gebracht, schließlich ist Frank in Buffalo, New York für die polnische Mafia als Auftragskiller tätig. Nachdem er einen wichtigen Auftrag aufgrund allzu exzessiven Alkoholzuspruchs verschlafen hat, wird er vom Boss, mit dem ihn auch familiäre Bande verknüpfen, kurzerhand aus dem winterlichen Buffalo nach San Francisco verbannt.
Dort soll Frank bei den Anonymen Alkoholikern seine Sucht in den Griff bekommen und gleichzeitig einem geregelten Job nachgehen. Nur widerwillig nimmt Frank, der stets schwarz gekleidet im sonnigen San Francisco wie ein Fremdkörper wirkt, an den AA-Treffen teil. Doch nach und nach beginnt er sich zu öffnen und versucht sein Leben wieder auf die Reihe zu bekommen. Bei seiner neuen Arbeit als Leichenkosmetiker in einem Bestattungsunternehmen lernt er die toughe Geschäftsfrau Laurel (Téa Leoni) kennen und lieben.
Und auch Laurel zeigt sich von Frank und dessen ungewöhnlicher Profession fasziniert. Aber schon bald ruft wieder die Pflicht, denn zu Hause in Buffalo versucht die irische Mafia in das familieneigene Geschäft mit Schneepflügen zu pfuschen, weshalb Franks Dienste dringend benötigt werden.
Regisseur John Dahl, ein Meister im Fach des Neo-Noir ("Red Rock West", "Die letzte Verführung"), inszeniert mit "You Kill Me" eine romantische Mafia-Komödie, die mit viel schwarzem Humor und grotesker Situationskomik gespickt ist. Ben Kingsley gibt großartig zurückhaltend den lakonischen Mafiakiller Frank, der eigentlich ein grundsympathischer Kerl ist. Unter seiner zynischen Oberfläche verbirgt sich ein sehr melancholisches Wesen. Frank liebt seinen Beruf. Er bedauert nicht die Toten, die er auf dem Gewissen hat, sondern die alkoholbedingte unsaubere Art und Weise, auf die er seine Opfer ins Jenseits befördert hat.
Aus dieser Prämisse bezieht der Film auch seine groteske Komik, denn seine Gegenüber, ob Geliebte, Freunde oder Mitglieder der Anonymen Alkoholiker, akzeptieren Frank so wie er ist und unterstützen ihn bei seinem Vorhaben mit dem Trinken aufzuhören, um wieder anständig töten zu können. Genial ergänzt wird Ben Kingsley von der wunderbaren Téa Leoni, mit der er sich in bester Screwball - Comedie - Manier herrliche Wortgefechte liefert. Überhaupt lebt der Film vor allem von den liebenswert gezeichneten, leicht schrulligen Figuren und einem großartigen Cast.
So gibt Luke Wilson Francks neuen Freund Tom, Bill Pullman mimt einen zwielichtigen Immobilienmakler, der den Auftrag hat, ein Auge auf Frank zu werfen und Alison Sealy-Smith überzeugt als resolute Leichenkosmetikerin Doris. Dazu kommt ein grandioser Score zwischen Balkan-Melancholie und smoothem Bar-Jazz, der den Film leichtfüßig trägt. Gegen Ende besinnt sich der Film wieder mehr und mehr des Krimigenres und setzt mit einem furiosen Shoot-Out ganz auf Action.