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Von Locarno nach Venedig
Im schweizerischen Locarno wurde mit dem englischem Historiendrama "Brideshead Revisited" nach einem Roman von Evelyn Waugh eröffnet. Überhaupt hatten Literaturverfilmungen Hochkonjunktur. So waren Michel Houellebecqs Verfilmung seines eigenen Sci-Fi-Romans "Die Möglichkeit einer Insel" mit Benoît Magimel ebenso wie Clark Greggs Adaption von Chuck Palahniuks "Choke" mit Anjelica Huston und Sam Rockwell zu sehen.
Weiters wurden Julien Temples "The Eternity Man", Alessandro Bariccos "Lezione 21" und "Berlin Calling" von Hannes Stöhr gezeigt. Der italienische Autor, Schauspieler und Regisseur Nanni Moretti, der auch immer wieder durch sein politisches Engagement von sich reden macht, wurde mit einer Werkschau gewürdigt, während der israelische Regisseur Amos Gitai einen Ehrenleoparden erhielt. An österreichischen Produktionen gab es, neben "In 3 Tagen bist du tot 2", das deutsch - österreichisch - schweizerische Bergdrama "Nordwand" (Österreich-Start: 24.10.) und "März", das Spielfilmdebüt des Tiroler Dramatikers Händl Klaus das mit dem Preis für das beste Erstlingswerk ausgezeichnet wurde, zu sehen.
Die Filmfestspiele von Venedig wurden mit der Agentenkomödie "Burn After Reading", dem neuesten Streich der Coen-Brüder, mit George Clooney und Brad Pitt in den Hauptrollen, eröffnet. Der Film wird Anfang Oktober in die heimischen Kinos kommen – mehr dazu im nächsten TBA. Unter Jury-Präsident Wim Wenders werden bis zum 6. September u.a. Darren Aronofskys "The Wrestler" mit Mickey Rourke als Ringer, dem der Arzt seinen Sport verbietet, Jonathan Demmes Tragikomödie "Rachel Getting Married" mit Anne Hathaway als Alkoholikerin, Kathryn Bigelows Irakdrama "The Hurt Locker" mit Ralph Fiennes und Guy Pierce, "Akires to kame" von Takeshi Kitano oder Christian Petzolds "Jerichow" um den Goldenen Löwen kämpfen.