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Viennale 08
Von 17. bis 29. Oktober hält die Viennale, Österreichs größtes Filmfestival, zum bereits 46. Mal Einzug in die Wiener Kinosäle. Auch heuer können sich Cineasten auf ein hochkarätiges Filmprogramm jenseits des Mainstreams freuen. Dies beginnt schon beim Viennale - Trailer, der dieses Jahr von Jean - Luc Godard stammt. Neue Produktionen aus den Bereichen Spiel- und Dokumentarfilm sind neben Kurz- und Experimentalfilmen sowie ausgewählten Tributs und Specials zu sehen.
Im Hauptprogramm finden sich der diesjährige Gewinner der Goldenen Palme Laurent Cantets Schulporträt "Entre les murs", Ari Folmans animierte Aufarbeitung des ersten Libanonkrieges "Waltz with Bashir", Johnnie Tos "Man Jeuk" oder Peter Geyers Dokumentation eines legendären Auftritts von Klaus Kinski "Jesus Christus Erlöser". An österreichischen Produktionen sind "März", das in Locarno ausgezeichnete Spielfilmdebüt von Händl Klaus und Constantin Wulffs Beobachtungen aus einer Wiener Geburtsklinik "In die Welt" zu sehen.
Ein Tribut ist Bob Dylan gewidmet, dem ja eben erst Todd Haynes mit "I´m not there" ein filmisches Denkmal gesetzt hat. Nun kann man Haynes Dylan-Bilder in mehreren Arbeiten überprüfen, etwa in D.A. Pennebakers "Don´t look back" oder in Sam Peckinpahs "Pat Garrett & Billy the Kid". Eine weitere Hommage gilt dem deutschen Filmemacher Werner Schroetter. Specials sind dem Portugiesen Miguel Gomes und dem Amerikaner John Gianvito gewidmet.
Umrahmt wir das Festival von Diskussionen und Künstlergesprächen sowie Konzerten, Parties und DJ-Lines. So findet etwa die DVD-Präsentation von Jem Cohens letztjährigem Film/Musik-Projekt "Empires of Tin" statt, in deren Anschluss der amerikanische Folksänger Vic Chesnutt zum Konzert bittet (siehe Seite 44). Zudem ist vom 5. Oktober bis 5. November im Wiener Filmmuseum die von Thom Andersen kuratierte Retrospektive "Los Angeles. Eine Stadt im Film" zu sehen.