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Am 27. November 1978 wurde Harvey Milk, Stadtrat von San Francisco, zusammen mit dem Bürgermeister der Stadt, George Moscone, vom ehemaligen Stadtrat Dan White im Rathaus erschossen. Milk war der erste bekennende Homosexuelle, der ein öffentliches Amt in Kalifornien inne hatte. Nun hat sich Regisseur Gus Vant Sant ("Elephant", "Last Days") der Biografie Harvey Milks angenommen.
Eingefasst in die Rahmenhandlung, in der Milk seine Memoiren auf Tonband spricht, rollt der Film die Ereignisse der Jahre 1970 bis 1978 auf. Harvey Milk (Sean Penn) zieht gemeinsam mit seinem Lebenspartner (James Franco) von New York nach San Francisco ins ehemalige Arbeiter- und nunmehrige Schwulenviertel Castro, wo er einen Fotoladen eröffnet, der schon bald zum Treffpunkt der Szene wird. Im Kampf gegen die sexuelle Diskriminierung von Schwulen und Lesben sowie für die Bürgerrechte generell wird er auch politisch aktiv.
Nach mehreren gescheiterten Versuchen schafft er es schließlich, 1977 in den Stadtrat von San Francisco einzuziehen. Van Sant legt großen Wert auf eine detaillierte Nachstellung jener Epoche. Immer wieder eingewobene Archivaufnahmen von TV-Interviews oder Wahlveranstaltungen machen deutlich, wie exakt rekonstruiert der Film ist. Ganz fokussiert auf die Person Harvey Milk, die Sean Penn durchaus Oscar-würdig mit einer packenden Performance und unterstützt von einem großartigen Schauspieler-Ensemble zum Leben erweckt, schafft Gus Van Sant ein höchst spannendes, thematisch brandaktuelles Biopic.
Regie: Gus Van Sant
Darsteller: Sean Penn, James Franco
Verleih: Constantin
Start: 20.02. (A) 19.02. (D)
Wertung: 8/10