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The Boat That Rocked
1966 erstürmt von einem Piratenschiff in der Nordsee aus der Rock das junge Britannien. Den Boss der Radiostation gibt der flamboyante Schnösel Bill Nighy: Göttlich! Star-DJs sind u.a. Philip Seymour Hoffman, Rhys Ifans und Nick Frost. Der Regisseur und Drehbuchautor Richard Curtis (Love Actually) schifft eine erstklassige ComedyCrew ein. Endlich wieder lachen! Rock'n'Roll! Shakalack!
Freud rockt!
Richard Curtis machte auf seiner Promo-Tour für "The Boat That Rocked" auch in Wien Station. Der aus Neuseeland stammende Filmemacher bewies im TBA - Gespräch, dass er ein humorbegabter Zeitgenosse ist.
TBA: Gibt es lustige Schauspieler?
Richard Curtis: Manchmal, wenn Menschen versuchen, lustig zu sein, vergessen sie real zu sein. Selbst wenn Darsteller proper spielen, vergessen sie ab und an die Rhythmen der Komödie. Es ist schon harte Arbeit, diese Art von "komischem Realismus" aus meinen Schauspielern "herauszukitzeln".
TBA: Wie kann man sich den Dreh vorstellen? Gab es einen "Bootskoller"?
Richard Curtis: Nein, überhaupt nicht. Als wir zu drehen begannen, war mein Cast schon eine Woche an Bord. Da haben sie abgehangen und sich zu einer Mannschaft zusammengerauft. Mann kann sich das als eine Art "Big Brother" – nur eben mit intelligenten Dialogen – vorstellen. Das "Rock Boat" war eine einzige "Humorfabrik".
TBA: Apropos Humor – Was ist das eigentlich?
Richard Curtis: Ich wünschte mir, dass meine Filme nur halb so lustig wie meine Freunde sind. Wenn wir uns treffen, ist jeder in einer guten Stimmung und zumeist auch ziemlich betrunken. Und da starte ich einen Witz und der wächst über den Abend – meine Freunde lieben das. Auch wenn ich abends zu meiner Familie heimkehre, erzähle ich, was so den Tag über passiert ist, und worüber sie herzhaft lachen, findet auch manchmal Eingang in meine Drehbücher. Ich habe eine sehr taffe Freundin - die Enkelin Sigmund Freuds, sie prüft meine Witze. Sie ist übrigens zum ersten Mal in Wien und besucht gerade das Museum über ihren Großvater. Ihre Freud-Verwandtschaft ist ziemlich "eigentümlich".
TBA: Ihr Lieblingsschauspieler Hugh Grant ist gar nicht mit von der Partie?
Richard Curtis: Hugh ist nicht böse auf mich. Er ist ganz froh, nicht dabei gewesen zu sein – ihm wäre nur schlecht geworden. Wirklich angefressen auf mich wäre er nur, wenn ich Colin Firth besetzt hätte. Mal sehen: Vielleicht ist er ja bei meinem nächsten Film wieder dabei – der wird übrigens über Zeitreisen handeln.
Bis dorthin rockt das Radio Boot!
Kinostart: 17.04. (A), 16.04. (D)