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Meister der Langsamkeit
Vier Jahre ist es her, dass sich Bill Murray in "Broken Flowers" aufmachte, um seinen verflossenen Liebschaften einen Besuch abzustatten. Verschrobene, teils kraftlose Figuren mit einem Hang zur Melancholie wie diese sind es, die es dem 1953 in Akron, Ohio geborenen Regisseur in seinen äußerst langsamen, mit lakonischem Humor gespickten Filmen angetan haben. Jarmusch studierte an der New York University Filmwissenschaften, bevor er 1980 in "Permanent Vacation" einen jungen Taugenichts zum Saxofon von John Lurie ziellos durch die Lower East Side streifen ließ.
Lurie spielte dann im nachfolgenden Roadmovie "Stranger Than Paradise" einen ungarischen Immigranten sowie - neben Tom Waits und Roberto Benigni - einen der drei Gefängnisausbrecher, die sich in "Down By Law" durch die Sümpfe von Louisiana schlagen mussten. Mit "Mystery Train" und "Night On Earth" folgten zwei grandiose Episodenfilme, bevor Jarmusch mit "Dead Man" seine erste Genre - Arbeit ablieferte. Johnny Depp ritt in diesem wunderbar elegischen Schwarz/weiß - Western zu ausufernden Gitarrensoli von Neil Young gegen Westen und in den Tod. In "Ghost Dog" war es Forrest Whitaker, der als moderner Samurai stoisch auf sein Ende zusteuerte. "Limits Of Control" rückt nun das kantige Gesicht von Isaach De Bankolé in den Mittelpunkt. Als geheimnisvoller Fremder hat dieser in Spanien einen mysteriösen Auftrag zu erledigen.
"The Limits Of Control"
Regie: Jim Jarmusch
Darsteller: Tilda Swinton, Isaach De Bankolé
Start: 29.05. (A) 28.05. (D)