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Neue Dimensionen
Dass sich Geschichte wiederholt, merkt man am aufkommenden 3D - Boom, der schon in den frühen 1950er - Jahren für (nur kurzes) Aufsehen sorgte. Zwar war die Technik damals mit Rot - Grün-Brille um einiges simpler – im Grunde aber suchten die Filmemacher nach einem Weg, das Publikum, das sich zu jener Zeit vermehrt dem Fernsehen hingab, wieder in die Kinos zu locken. Vergleichbar ist also auch die heutige Motivation, durch Technikspielereien, die außerhalb des speziell ausgestatteten 3D - Kinos einfach nicht verfügbar sind, die maroden Kinokassen wieder aufzubessern.
Einer der Vorboten dieses Booms ist "My Bloody Valentine 3D", ein Remake des gleichnamigen, 1981 erschienenen Horrorthrillers, bei der es zum Massaker in einer Bergbaumine in einer amerikanischen Kleinstadt kommt. Und das ausgerechnet am Valentinstag – die Splattermovie - Killer dürften eine Vorliebe für Feiertage haben. Inhaltlich gibt es im Genre wesentlich Debileres, die Story und die Figuren sind weitgehend austauschbar, was allerdings keineswegs überrascht, denn natürlich steht die kreative Auslöschung von Menschenleben, mit Spitzhacken und sonstigem Bergwerksgerät, im Vordergrund.
Durch die dritte Dimension auf der Leinwand erfährt so ein Film eine enorme visuelle Bereicherung. Die spannendste Frage bleibt jedoch, ob sich die 3D - Technik von einer Modeerscheinung mit großem Posing - Faktor zu einem tragenden Element des Kinofilms entwickeln kann.
"My Bloody Valentine 3D"
Regie: Patrick Lussier
Darsteller: Jensen Ackles, Jaime King, Kerr Smith
Start: 21.05. (A) 20.05. (D)