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Selbst ist die Braut
Margaret Tate (Sandra Bullock) ist eine taffe New Yorker Verlagslektorin, der die Herzen nicht unbedingt zufliegen. Diebisch freut sich sogar ihr CEO, als er ihr mitteilt, dass sie – weil sie die Verlängerung ihres Arbeitsvisums verschlafen hat – alsbald nach Kanada abgeschoben werden würde. Da stolpert nichts ahnend ihr leidgeprüfter Sekretär/Assistent Andrew Paxton (Ryan Reynolds) ins Büro – so schnell kann er gar nicht schauen, ist er auch schon mit seiner direkten Vorgesetzten verlobt. Naturgemäß zweifelt die Einwanderungsbehörde an ihren hehren Beweggründen und heftet sich an ihre Fersen, welche sie zur Familie ihres Ehemannes in spe – die ausgerechnet in Alaska lebt – führen.
Die sonst zu keinen menschlichen Regungen Befähigte wird ihrer Mitte verlustig, als sie den Familienfestivitäten anlässlich des 90. Geburtstages seiner Grandma Annie beiwohnen darf (ein herzergreifendes Wiedersehen mit Betty White - der liebenswürdigen, aber hoffnungslos naiven Witwe vom Lande Rose aus den "Golden Girls"). Verständliches Nervenflattern, als die Paxtons Nägel mit Köpfen machen möchten und sie sich vor dem Traualtar wiederfindet. Naturgemäß kommt die Liebe dem vereinbarten Deal "Staatsbürger - gegen Herausgeberschaft" in die Quere: Die Schlusswendung ist zwar vorhersehbar aber unpeinlich.
Anne "Mama" Fletcher, die als Choreographin (Boogie Nights) und Tänzerin (Hairspray) in Hollywood größte Wertschätzung genießt, versucht sich in ihrer Zweitkarriere als Regisseurin an leichtfüßigen Romantic Comedies (27 Dresses, Step Up). Mit "The Proposal" gelingt ihr eine mehr als solide Arbeit, die der notorischen Ulknudel und High - Heels - Stöcklerin Bullock schöne Momente schenkt. (8/10)
Regie: Anne Fletcher
Start: 30.07. (A + D)