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Inglourious Basterds
Es war einmal im von den Nazis besetzten Frankreich, als das Kino die Welt rettete. Wie schon in Tarantinos zweigeteiltem Samurai - Epos "Kill Bill" geht es auch in "Inglourious Basterds" um die Rache einer Frau. Das jüdische Mädchen Shosanna (Mélanie Laurent) muss mit ansehen, wie der sadistische SS - Oberst Hans Landa (Christoph Waltz) ihre Familie grausam ermorden lässt. Jahre später führt sie das Schicksal in Paris, wo Shosanna nun ein Kino betreibt, wieder zusammen.
Just in jenem Kino soll dem Führer und anderen hochrangigen Nazis der neueste NS - Propagandafilm präsentiert werden – für Shosanna die perfekte Chance auf Rache. Gleichzeitig begibt sich ein verwegener Haufen jüdischer US - Soldaten angeführt von Leutnant Aldo Raine (Brad Pitt) in Frankreich auf Nazi - Skalpjagd. Als die Truppe von der Filmpremiere erfährt, plant sie, das Kino samt den anwesenden Nazis in die Luft zu sprengen. Unterstützt werden die Basterds dabei von der deutschen Filmdiva Bridget von Hammersmark (Diane Kruger), die für den britischen Geheimdienst als Agentin tätig ist.
In fünf Kapiteln erzählt Tarantino dieses Pulp - Märchen, untermalt von der Musik Ennio Morricones im Stile eines Italowesterns. Wie alle seine Filme ist auch "Inglourious Basterds" eine zitat - und dialogreiche Liebeserklärung ans Kino, vor allem an das Exploitation - Kino der 60er - und 70er -Jahre, ebenso wie an das Filmmaterial selbst, dessen Kraft hier die Geschichte verändert. Christoph Waltz brilliert als diabolischer NS - Offizier Landa, der seine Opfer in vier Sprachen genüsslich quält. Überhaupt ist die Vielsprachigkeit ein ganz zentrales Element des Film, das die Handlung vorantreibt. Unbedingt in der Originalfassung genießen!. (8/10)