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Love Happens
Dr. Burke Ryan (Aaron Eckhart) verarbeitet den Schmerz über den Unfalltod seiner Frau Cynthia schreibend zu einem Selbstmotivationsbuch. Dieser Bewältigungsversuch hilft aber eher seinem Bankkonto – innerhalb kürzester Zeit avanciert sein Lebensratgeber zum Bestseller. Landauf, landab werden seine Trauerseminare gestürmt – jeder Trainer hat seinen Schmäh, hier wird im Chor "A - Okay!" skandiert. Und nun also Seattle. Eben dort, wo Burkes Gattin verstarb. Auf die Dämonen der Vergangenheit stößt er ungebremst, zumal auch sein Schwiegervater (Martin Sheen) im Seminar auftaucht. Dem von Selbstvorwürfen zerfressenen Motivationsguru (er hat das Unfallauto gelenkt), fährt die Blumenhändlerin Eloise (Jennifer Aniston) in die Trauerparade.
Der hysterische Tom Cruise als Frank Mackey in P. T. Andersons "Magnolia" ist ganz weit weg – erfreulicherweise, denn die Figurenzeichnung in "Love Happens" scheint gelungen: Eckharts Charakter ist gewinnend, weil man ihm den trauerarbeitenden Charismatiker abkauft. Und Jennifer Aniston verleiht ihrer Love Interest - Rolle einen Klangkörper der Lebhaftigkeit und Fürsorglichkeit. Sobald man diese Dramedy aber zu mögen beginnt, kippt sie ins Kitschfach. Das Drehbuch des Produzenten und Regieneulings Brandon Camp hätte durchaus mutigere Twists vertragen, gegen Ende hin ist ihm die Luft ausgegangen. Sheen und Eckhart setzen Compassion frei und Aniston spielt sich mit ihrer Paraderolle als "süßes Mädel". Nett und eh (die Seattlebilder sind frisch), allein: Film - Klassiker sehen anders aus. (7/10)
Regie: Brandon Camp
Start: 13.11. (A), 12.11. (D)