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Sicko
Dass das Gesundheitswesen in den USA nicht unbedingt das allerbeste ist, wissen wir. Menschen sind nicht versichert, weil sie es sich nicht leisten können oder nicht die erforderlichen körperlichen Grundvoraussetzungen mitbringen. Wie so oft erklärt uns Michael Moore recht plakativ und fallweise schon ekelhaft billig die Welt, der Erkenntnisgewinn ist ein zweifelhafter. Über weite Strecken ist Moore selbst nicht im Bild, im letzten Drittel gehen ihm die ohnehin dünnen Ideen aus: er tritt vor die Kamera und unternimmt lustige Reisen nach Frankreich, England und, logisch, Kanada, um die dort vorherrschenden paradiesischen Zustände im Sozialwesen lobzupreisen. Dann noch kurz ab nach Kuba, so kann einmal mehr die uramerikanische Angst vor dem Kommunismus erläutert werden, kombiniert mit einer Prise scheinbar unvermeidlichem 9/11-Patriotismus. „Sicko“ ist ein unausgegorener Topf Allerlei, dabei aber, obwohl bescheiden montiert, hinsichtlich der direkten Vermittlung von Absichten bislang Moores effizientester Film. Die Frage wie viel Realität denn hier abgbildet wird, bleibt.
Regie: Michael Moore
Verleih: Senator
Start: 12. Oktober