|
|
||
Keine Sorge, mir geht’s gut
Gleich auf Seite zwei des Presseheftes bittet uns Philippe Lioret nachdrücklich, das Geheimnis seines Films nicht leichtfertig zu verraten. Und tatsächlich steht und fällt der Genuss dieses Thrillers, rund um die Pariser Familie Tellier, mit der Ungewissheit. Als die 19-jährige Lili (Melanie Laurent) aus dem Urlaub zurückkehrt, ist ihr Zwillingsbruder Loïc verschwunden. Die Eltern zeigen sich zwar bedrückt, sind aber auffällig zurückhaltend in ihrer Auskunftsbereitschaft.
Die vereinzelten Fährten, die der Film legt, halten nicht nur Lili, sondern auch die Gehirne der Zuseher anständig auf Trab. Dabei schwankt die Geschichte nicht nur zwischen familiärem Misstrauen und Zusammenhalt, sondern sie skizziert auch die bürgerliche Ambivalenz von Selbstverwirklichung und Spießigkeit, mit der Loïcs Verschwinden im Zusammenhang zu stehen scheint.
OT: „Je vais bien, ne t‘en fais pas“
Regie: Philippe Lioret
Verleih: Polyfilm
Kinostart: 13. April