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Lenz
Angelehnt an Büchners wahnsinnig werdenden Dichter, mutiert Lenz, in die Gegenwart versetzt, zu einem Berliner Filmregisseur. Sein Wunsch, Frau und Kind zurück zu gewinnen, führt ihn zu deren Urlaubshütte in die Schweizer Berge. Doch sein psychischer Zustand verschlechtert sich. Was am Beginn vielleicht als kreative Schrulligkeit durchgeht, paart sich mit der Angst alles zu verlieren und am Ende völlig allein zu sein.
Genauso wenig wie sein Protagonist hält sich Regisseur und Autor Imbach an die geläufigen Konventionen. Porentief blickende Videosequenzen und klassischer 35-Millimeter-Film stehen direkt nebeneinander, Schauspieler treffen auf Laien und Improvisation auf Inszenierung. Ein Stilmix der uns Lenz’ zunehmende Gemütsschwankungen ungeheuer plastisch erleben lässt und sein psychisches Abdriften zu einem starken Kinoerlebnis macht.
Regie: Thomas Imbach
Verleih: Filmladen
Kinostart: 2. März 2007