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Hellboy 2 – Die goldene Armee
Als Hellboy zögert, sich seine Hörner abzuschleifen um nicht so aufzufallen, erklingt "Beautiful Freak" von den Eels. Dies illustriert die Befindlichkeit eines Helden, der von der Öffentlichkeit beschimpft wird und dessen Freundin eben eine Auszeit erbeten hat. Nachdem sich sein Kumpel Abe als liebeskrank geoutet hat, besaufen sich die zwei mit Dosenbier, während sie "Can‘t Smile Without You" grölen. Das ist sowohl lächerlich als auch berührend. Aber keine Angst, das persönliche Dilemma Reds nimmt in "Hellboy 2", basierend auf dem Kult - Comic von Mike Mignola, nicht überhand.
Die Liebeswirren und der Konflikt mit der Gesellschaft sind lediglich zwei Handlungsstränge, die dem Helden humane Züge verleihen. Im Großen und Ganzen setzt der Film auf einen actiongeladenen Fantasyplot. Der ewige Friede zwischen den Menschen und den magischen Wesen ist gefährdet. Der Elfenprinz Nuada trachtet danach, die unbesiegbare Goldene Armee wieder zum Leben zu erwecken, um so die Menschheit zu vernichten. Nun liegt es an Hellboy und seinen Begleitern, dem Tiefsee - Empathen Abe, der Pyrokinetikern Liz und dem Protoplasma - Seher Johann, die Welt zu retten. Del Toro vermischt abermals Elemente aus Fantasy, Gothic - Horror und Comic zu einem mit viel Humor angereicherten Actionspektakel.
Und Ron Perlman prügelt sich in seiner Paraderolle, mit einem coolen Spruch auf und einer dicken Zigarre zwischen den Lippen, durch ein von mythischen Wesen bevölkertes New York. Neben der liebevollen Figurenzeichnung ist es del Toros überbordener Fantasie zu verdanken, dass "Hellboy 2" zu einem außergewöhnlichen visuellen Erlebnis wird. Mehr noch als der erste Teil ist der Film voll von seltsam fantastischen, teils grausigen Kreaturen und Fabelwesen, die auch "Pans Labyrinth" entfleucht sein könnten. (8/10)
Regie: Guillermo del Toro Darsteller Ron Perlman, Selma Blair, Doug Jones
Verleih: Universal
Start: 17. Oktober