|
|
||
Hört, hört!
Seit der Zeit des Walkmans in den 80ern und wiederbelebt durch den Boom von MP3-Playern wie dem iPod liegt der mobile Musikgenuss voll im Trend. Dabei ist damals wie heute eines klar: Die Qualität der Mucke unterwegs ist in erster Linie eine Frage des richtigen Kopfhörers. Da, wo die Hersteller mit den mitgelieferten Hörern oft sparen, tut sich ein Zubehörmarkt auf, der freilich viele Namen kennt, aber nur wenige echte Marken. Merke: Den wahren iPod-Freak erkennst du nicht an den weißen Apple-Stöpseln, sondern am Markengerät von AKG, Sennheiser oder Sony.
Mehr Power!
Bevor man aber beherzt zu einem Kopfhörer – welcher Bauart auch immer – greift, sei auch noch die durchaus ernst gemeinte Warnung wiederholt: zu lautes Hören kann nachhaltige Gehörschäden verursachen! Für die meisten Benutzer ist in erster Linie Tragekomfort, Gewicht und Größe entscheidend, danach kommt auch schon das subjektive Hörempfinden. Wichtig ist auch die Klassifizierung zwischen geschlossenen und halboffenen Kopfhörern – Letztere lassen ein gewisses Maß an Umgebungslärm durch, während erstere einen akustisch weitestgehend von der Umwelt isolieren. Auch hier wieder ein Tipp für die Gesundheit: Mit einem halboffenen System hört man einen herannahenden 18-Tonnen-Betonmischer besser …
Außen, innen oder drinnen?
Schlecht für die Frisur, gut für die Akustik: So kann man die klassischen Bügelkopfhörer am besten charakterisieren. Ob halboffen oder geschlossen, dank der großen Wandler ist das Frequenzspektrum ausgewogen und luftig und die Bässe natürlich. Letztere werden bei den bauartbedingten grundsätzlich halboffenen Earbuds (die man in die Ohrmuschel einhängt, iPod-Standard) noch halbwegs realistisch abgebildet, verlangen aber dann doch einiger akustischer Kunstgriffe bzw. massivem Einsatz des Equalizers. Die Earcanals hingegegen sind, da meist mit geschlossener Charakteristik, wiederum reich an satten Bässen, da die Schallwellen direkt im Gehörgang entstehen.
Weil die Ohren des Menschen in den unterschiedlichsten Größen und Formen ausgeprägt sind, empfiehlt sich immer der Weg zum Fachhändler, um den Tragekomfort zu testen. Nichts vergällt einem die Freude an der Musik mehr als Kopfweh durch Druckstellen oder das ständige Verlieren eines oder beider Hörer.
Streetwise
Vor allem unterwegs muss ein Kopfhörer aber eines sein: robust. TBA hat sich aus der aktuellen Auswahl an Kopfhörern drei herausgepickt, die stellvertretend für eine bestimmte Bauart eine vernünftige Wahl punkto Preis, Klang, Tragekomfort und Langlebigkeit sind.
Da wäre, von der klassischen Earbud-Fraktion, der halboffene Sony MDR-E931. Ein typischer, kostengünstiger Nachrüst-Kopfhörer, der um wenig Geld schon wesentlich mehr Sound Richtung Trommelfell treibt als der meiste mitgelieferte Ramsch. Das stoffummantelte Kabel mit Nackenführung lässt sich außerdem besonders dezent tragen.
Schon durch die Bauart (geschlossener Earcanal) kommt der Sennheiser CX 400 (Bild) mit entsprechendem Nachdruck in den tiefen Registern daher; ein richtig guter Hörer für Musikfans, die ungestört von Umgebungs-geräuschen ganz genau wissen wollen, was sich im Keller des Frequenzspektrums abspielt. Dank vier verschiedener Farben auch ein modischer Akzent! Das Segment der Bügelkopfhörer sollte einem auch einen tieferen Griff in die Geldbörse wert sein. Die österreichische Traditionsmarke AKG wartet beim K 480 NC (Bild) zusätzlich zu geschlossener Charakteristik und hervorragendem Klangbild mit einem patentierten Faltmechanismus und Adapter für Flugzeugstecker auf. Das NC im Namen steht übrigens für "Noise Cancelling": Mittels eingebauter Mikrofone und elektronischem Algorithmus wird eine dem Umgebungsgeräusch gegenläufige Welle ins Signal eingespeist – zusammen mit den recht dichten Ohrpolstern wird so ohne Musik absolute Stille erzielt.