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Flagge hoch für freien Datentausch!
Die Informationsgesellschaft – eine Welt voller Wunder, die nach dem Willen proaktiver Kommunikations - Philosophen wie Marshall McLuhan und Vilém Flusser vieles zum Besseren wenden soll. Aber Musik - und Filmindustrie sagen konsequent njet, klagen zuerst Napster, dann PirateBay in Grund und Boden und können dem freien Informationsaustausch doch nicht Herr werden. Solche Grabenkämpfe markieren aber nur die Speerspitze einer der Informationsgesellschaft zugrunde liegenden Logik:
Herrschaft über Information entpuppt sich immer mehr als der Archimedes’sche Hebel des immateriellen Kapitalismus, und finanzielle wie politische Interessen manifestieren sich in konkreter Realisation bisher ungekannter Totalüberwachung. So generierten nicht zuletzt die Diskussion um Stopp - Schilder, Internetzensur und das Verbot von Killerspielen in Deutschland Aufwind für die Piratenpartei, die mit ungewöhnlichen Werbe - Aktionen die Faszination von Nerds auf sich zieht. Dazu passen die In - Game - Spraylogos, die Mitglieder für Multiplayer - Spiele wie "Counter - Strike", "Left 4 Dead" oder "Team Fortress 2" entwickelten. Zwar bezweifeln viele potenzielle Unterstützer, dass mit den Themen Copyright und Überwachung ein kompletter Staat zu machen ist.
Aber führt man sich vor Augen, dass etwa in punkto medizinischer Versorgung (Generika) und Landwirtschaft (Patentierbarkeit von Saatgut, Gen - Technik) Entscheidungen über die Verfüg - und Nutzbarkeit von Information entscheidende Weichenstellungen für die Zukunft evozieren, so wird rasch klar, dass sich hier eine Avantgarde einer überdimensional relevanten Querschnittsmaterie angenommen hat. Jede Präsenz der Piratenpartei in politischen Gremien als Stimm - und Diskussionsminorität (jede andere Variante ist unrealistisch) kann nur begrüßt werden . Denn wie schon ein altes Sprichwort – leicht angepasst – geht: "Die wahren Piratenschätze sind im Kopf." So einfach und so kompliziert kann, darf und soll Politik manchmal sein.