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WERBUNG Online-Games |
Die Sequel - Krise
Selbst die sonst so erfolgreiche Videospielindustrie, die bis jetzt jede Krise ohne Probleme überstanden hat, gerät nun zunehmend unter Druck. Schlagen sich einerseits die Auswirkungen der Wirtschaftskrise in der Gamesbranche nieder, schwächen auf der anderen Seite schlechte Sequels den Markt. Nach Schätzungen von Analysten könnten die Umsätze auf dem US - Videospielsektor daher im Jahr 2009 um bis zu eine Milliarde Dollar niedriger ausfallen als im vorangegangenen. Vor allem die Nachfolgespiele einiger Games haben nicht den erwarteten Absatz erreicht. "Halo 3: ODST" (Bild) erhielt schlechte Kritikerbewertungen und blieb bei den Verkaufszahlen unter den Standards. "Guitar Hero 5" schaffte es nicht an die Chartsplatzierungen seiner Vorgänger heran, und auch die Beatles - Version von "Rock Band" war ein Flop. Ein möglicher Grund für den mäßigen Erfolg der Sequels könnte das zu häufige Erscheinen sein. Lagen früher noch bis zu drei Jahre zwischen zwei Versionen, beträgt diese Zeit heute oft nur mehr zwölf Monate. "Es gibt wenige Spiele, die ein Nutzer wirklich jedes Jahr kaufen will", so Michael Pratcher, Analyst bei Wedbush Securities, gegenüber BBC Online.
Da die Spiele regelmäßig neu erscheinen, liegt die Tendenz nahe, nicht jede Version zu kaufen. Das extreme Ausschlachten erfolgreicher Videospielserien ist unter anderem auf die sinkende Risikobereitschaft aufseiten der Publisher zurückzuführen. Ein vollkommen neues Spiel auf den Markt zu bringen, ist ein großes Wagnis, da die Kosten für die technisch aufwändige Entwicklung von Konsolen - Games extrem hoch sind. Neuerscheinungen gibt es daher eher im Handheld - Bereich, wo sich Spiele billiger produzieren lassen.