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Smooth Moves: Der Wahnsinn hat einen Namen
Das Besondere bei der neuesten Ausgabe von „Wario Ware“ sind allerdings nicht die Spiele an sich, sondern wie gespielt wird. War man bei den bisherigen Titeln auf Gamepad, Touchscreen oder Mikrofon angewiesen, spielt man jetzt dank erstmalig in der Serie zur Verwendung kommenden Wii-Fernbedienung mit vollem Körpereinsatz. Je nach Minigame wollen Wiimote und Nunchuck auf unterschiedlichste Art und Weise und immer wieder anders eingesetzt werden. Wie genau, wird im jeweiligen Fall vor Beginn des Spiels erklärt. So muss man den Controller beispielsweise mit beiden Händen fest umklammert halten, um einem Bösewicht einen Baseballschläger überzuziehen.
In einem anderen Spiel muss mit der flach auf der Hand liegenden Fernbedienung ein am Bildschirm dargestellter Besen kunstvoll balanciert werden, im nächsten der mit beiden Händen waagrecht gehaltene Controller vom Bauch bis über den Kopf bewegt werden, um virtuelle Hanteln zu stemmen. Beim Hula-Hoop-Minispiel hält man die Fernbedienung an die Hüfte und lässt diese schnell kreisen, um zu verhindern, dass der Reifen zu Boden fällt. In einem Trinkspiel muss man den Controller wie ein Glas langsam zum Mund führen und vorsichtig kippen, ohne dabei etwas zu verschütten. Es ist wirklich beachtlich, wie viele Ideen die Entwickler bei der Nutzung des Controllers hatten. Kein anderes Spiel für die Wii nutzt die Fernbedienung so konsequent und abwechslungsreich.
In optischer Hinsicht präsentiert sich das Game mal so und mal so: Während der abgedrehte, farbenfrohe Cartoonstil einiger Mini-games bestenfalls als zweckmäßig zu bezeichnen ist, können andere Spielchen mit aufwändigen japanischen Zeichnungen oder Fotocollagen durchaus überzeugen. Zu den grafischen Leckerbissen gehören die Passagen mit Gastauftritten von bekannten Charakteren aus dem Nintendo - Universum: So sind etwa Mario, Zelda, Starfox und auch die Nintendogs mit von der Partie.
„Smooth Moves“ wird mit jeder gespielten Runde lustiger. Es werden immer wieder neue Spiele freigeschaltet, die alten werden schwieriger und laufen immer schneller ab. Man ist schon eine ganze Weile beschäftigt, bis man die mehr als 200 Minigames bei der Highscore-Jagd freigeschaltet hat. Dass das im Singleplayer-Modus nur halb so lustig ist, wie mit mehreren Mitspielern, muss wohl nicht extra betont werden. In den verschiedenen Multiplayer-Modi kommen bis zu zwölf Mitspieler auf ihre Rechnung.
Zwar kann nur nacheinander gespielt werden, nicht zuletzt sorgen aber die oftmals absurden Haltungen und Aktionen beim Spielen für Peinlichkeiten vor dem Fernsehgerät wie für schallendes Gelächter bei den gerade nicht spielenden Teilnehmern. Wer rasante Minispiele mag und gerne gemeinsam mit Freunden spielt, dem sei „Wario Ware: Smooth Moves“ auf jeden Fall wärmstens empfohlen.
System: Wii
Hersteller: Nintendo