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Jeder fängt mal klein an
Der ultimative Evolutionssimulator. Göttliche Allmacht für daheim. Der Alleskönner unter den Simulationen, Spore, ist da. Das lang ersehnte Evolutions / Simulations - Spiel der Macher von SimCity und The Sims hatte nicht umsonst den Arbeitstitel „Sim Everything“. Wer schon immer mal wissen wollte, wie sich die Menschheit entwickelt hätte, wenn wir vier statt zwei Augen hätten – dem wird dieses Spiel auch keine Antwort geben. Denn Spore ist weit mehr als nur eine Art elektronische Kaulquappenkultur. Spore differenziert die unterschiedlichen Faktoren des Wunders Leben weit komplexer, als die comichafte Aufmachung vermuten lässt.
Über fünf Stufen musst du geh’n
Kurz zusammengefasst: Spore ermöglicht einem die Erschaffung einer nach eigenen Vorstellungen kreierten Lebensform und in weiterer Folge deren Begleitung während der Entwicklung zur intergalaktischen Rasse. Etwas genauer aufgesplittet, lassen sich fünf entscheidende (und vom Spielverhalten her ebenfalls unterschiedliche) Segmente differenzieren. In Phase eins, als einer unter vielen in der Ursuppe, dreht es sich vor allem ums Überleben und die Flucht an Land. Dort angelangt, hat man in Phase 2 vor allem die möglichst effiziente Schärfung des eigenen Genpools als Hauptziel. Sprich: vermehren, verbessern, vermehren.
In Phase 3, nunmehr mit Verstand und analytischem Denken gesegnet, gilt es, sich vor allem durch geschickte Nutzung von Ressourcen, die Erde untertan zu machen. Ackerbau und Viehzucht heißt das im Geschichtsunterricht. Mit Phase 4 erreichen die gütig erschaffenen Wunderwerke der Evolution einen Entwicklungsstatus, der sich recht gut mit dem Status Quo der Menschheit vergleichen lässt: Finanzen, Politik und technischer Fortschritt gehören nun an den wichtigsten Okkupationen. Und mit Phase 5 erreicht die junge Zivilisation das Weltraumzeitalter und nimmt Kontakt mit extragalaktischen Lebensformen auf.
Zeigt her eure ZellenBesonderer Kick von Spore ist die Möglichkeit der viralen Verbreitung eines eigenen Design-Wesens. Spieler können ein nach ihren Vorstellungen erschaffenes Leben in eine Internet-Datenbank einspielen; dort steht es dann anderen Spore-Spielern zum Weiterentwickeln zur Verfügung. Zweites wesentliches Element ist die Möglichkeit, in Phase 5 mit anderen Spielern Kontakt aufzunehmen und deren Welten und Wesen zu erkunden – und mit Ihnen zu interagieren. Gut möglich, dass man dabei auf eine eigene Kreation trifft. Und letztendlich kann man kurze Clips seiner Brut direkt auf Youtube hochladen oder sie wie den Stammbaum eines Rassehundes samt Timeline stolz im Internet präsentieren. Das nennt sich dann – no na – Sporepedia…