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20.000 Meilen unter dem Meer
Frustriert und enttäuscht von der Menschheit konzipierte Andrew Ryan kurz nach dem Zweiten Weltkrieg eine geheime Unterwassermetropole. Eine von ausgewählten Wissenschaftlern, Künstlern und Industriellen bevölkerte Idealgesellschaft. Doch alles, was in der so sorgfältig konzipierten Parallelwelt hat schiefgehen können, ist offensichtlich schiefgegangen. Das riesige Stahlkonstrukt gibt langsam dem Druck des Ozeans nach. Wasser bricht ein, Wände fallen in sich zusammen.
Generatoren schließen kurz und legen ganze Areale in Schutt und Asche. Und die einst elitären Bewohner sind zu genetisch mutierten Schatten ihrer selbst geworden, die wie Zombies durch die dunklen Gänge schleichen. Inmitten dieses traurigen Szenarios gilt es, als einziger Überlebender eines Flugzeugabsturzes am Leben zu bleiben.
Die Anmut der versunkenen Unterwasser-Konstruktion im Art-Déco-Design, das tragische Zusammenspiel der verunstalteten Bewohner und die regelmäßige Konfrontation mit moralischen Gewissensfragen verstehen auch in der PS3-Inkarnation von "Bioshock", knapp ein Jahr nach Erstveröffentlichung des Spiels, für regelmäßige kalte Schauer am Rücken zu sorgen. Die Faktoren, die den Titel zur Genre-Referenz im Survival - Horror - Sektor machten, wurden weitestgehend unberührt übernommen, durch einen neuen Modus und downloadbare Mini-Games lediglich marginal erweitert. Was auch vollkommen in Ordnung ist, schließlich muss ja noch ein wenig Spielraum für den zweiten Teil bleiben, der in Form eines kurzen Videos, das nach Durchspielen des Spiels freigeschalten wird, eindrucksvoll angeteasert wird.
Plattformen: PC, PS 3, Xbox 360
Hersteller: 2kGames
Wertung: 7/10