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Wieder ruft die Pflicht
Denn so sicher, wie im Herbst die Blätter von den Bäumen fallen, hagelt es seit 2003 zur selben Zeit am Computer und auf der Konsole Bomben und Granaten, dass einem in den immer länger werdenden Nächten bang und bänger wird. Ja, die Rede ist vom mittlerweile fünften Teil der "Call Of Duty" - Reihe (das "United Offensive" - Pack für den ersten Teil und diverse Konsolen - Spin - Offs nicht mitgerechnet) mit dem globalen Subtitel "World At War". Und wahrlich, es herrscht wieder Krieg – in einer Authentizität, wie es nur diese Serie kann.
Weltkrieg als Konzept
Schon damals, mit der Veröffentlichung des ersten Teils, war der Community schnell klar: hier haben wir es mit einem Non-Fiction-Shooter der Extraklasse zu tun. Und daran hat sich trotz wechselnder Entwickler nichts geändert. Die penible Nachbildung realer Kriegsschauplätze wurde über die Jahre beibehalten; ebenso das Prinzip der im Spielverlauf wechselnden Nationalitäten, um ein möglichst abwechslungsreiches Spielerlebnis zu gewährleisten. Die einzigen Ausrutscher, die sich Publisher Activision erlaubt hat, waren das Fehlen einer PC-Version bei "COD 3" (bei "COD 4" gleich wieder eingeführt), sowie die Verlagerung des Geschehens in die Gegenwart bei "COD 4". Wiewohl Letzteres dennoch ein gelungenes Spiel ist, hat man sich für Teil fünf wieder auf seine Wurzeln besonnen und liefert erneut Weltkriegs-action, die ihresgleichen sucht.
Schauplätze sind diesmal der Pazifik sowie die finalen Schlachten im Osten, der Spieler schlüpft in die Identität von US-Amerikanern und Russen. Gravierende Neuerungen gibt es im Gameplay: erstmals ist Schwimmen möglich, beliebte (wenn man das so sagen kann) Spielelemente wie Flammenwerfer (inkl. sich ausbreitender Feuer) und fahrbare Panzer sind in verfeinerter Form wieder mit dabei. Noch mehr grausamer Realismus und interessante Erweiterungen wie das freischaltbare Bekämpfen von Nazi-Zombies in der Multiplayer-Coop-Variante haben dem Spiel wieder mal ein striktes USK-Rating und den Groll der deutschen Jungendschützer eingebracht. Wo gehobelt wird …
Deutsche Sprache schwere Sprache
Wiewohl der deutsche Vertrieb im eifrig die hervorragende Synchronisierung der lokalisierten Sprachfassung lobt – wenn Kiefer Sutherland und Gary Oldman im Original das Voice-Acting besorgen, sollte das Grund genug sein, im österreichischen Fachhandel oder online das englische Original zu verlangen. Natürlich nur, wenn man ein Freund von Originalfassungen ist. Schließlich sollte man zumindest sinngemäß den Kommandanten verstehen, und warum man auf wen schießen soll. Auch wenn es da eigentlich nichts zu verstehen gibt.
Plattformen: Nintendo DS, PC, PS2, PS3, Wii, Xbox 360
Hersteller: Activision
Wertung: 8/10