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Schraub dich schön
Eins vorweg: Bei Rechnern, die über drei Jahre alt sind, lohnt sich in den meisten Fällen eher der Neukauf eines aktuellen Komplettrechners – schon ab 500 Euro gibt’s spieletaugliche Neu-PCs (ohne Monitor). Der Austausch zweier Einzelteile – Hauptspeicher (RAM) und Grafikkarte – macht aber viele alte Rechner wieder spielefit. Für aktuelle High - End - Grafikkarten benötigt ihr eventuell auch ein neues Netzteil – hier solltet ihr nicht sparen, da ein unterdimensioniertes Netzteil für diverse Fehlermeldungen, Abstürze und Bluescreens verantwortlich sein kann.
Dabei gilt es auf die Leistung (mind. 500W für aktuelle Grafikkarten, v.a. im Verbund mit mehreren Laufwerken) und die Ampère der 12 Volt Versorgung (z.B. +12V/28A) achten – im Zweifelsfall gibt der Hardware-Händler eures Vertrauens eine Empfehlung, welches Netzteil zu welchem System passt.
Schritt 1: Analyse
Freeware-Programme wie "Everest (Home Edition)" stellen alle wichtigen Eckdaten des PCs zum Ausdrucken zusammen. Die Analyse sollte den Namen des Mainboards und der Speicherart ergeben – und das ist alles, was kundige EDV-Händler brauchen, um die passenden Bausteine zu identifizieren.
Schritt 2: Auswahl
Je mehr RAM, desto besser! Mehr als 4 GB (ab 60 Euro) brauchts für aktuelle Spiele allerdings nicht, bei Windows XP genügen schon 2 oder 3 GB (außerdem können XP und Vista nicht mehr als 3,5 GB adressieren). Vorsicht: Vorhandene und neue RAMs zu mischen, kann Probleme verursachen. Voll spieletaugliche Grafikkarten gibt’s bereits von 100 bis 200 Euro; die superteuren Exemplare (um die 600 Euro) entfalten nur in ganz neuen Rechnern ihre volle Leistung.
Achtung: Ältere Rechner haben nur für AGP-Karten Platz, neuere verwenden PCI-Steckplätze. Die Wahl der Karte ist dabei eher Geschmackssache, etwa 512 MB Speicher und DX10.1 sollte sie aber bieten. Kenner achten auf die Lautstärke des Lüfters!
Schritt 3: Alt raus, Neu rein!
Wichtige Grundregeln für den Umbau: Keine rohe Gewalt und vor Berühren elektronischer Teile immer z.B. am Heizkörper erden! Beim Einbau selbst kann man fast nichts falsch machen: Die jeweiligen Teile passen nur an die dafür geeigneten Steckplätze. Die von vielen Herstellern angebrachten Siegel-Aufkleber, die vor Verlust der Garantie beim Öffnen des Gehäuses warnen, kann man getrost ignorieren. Nach dem Einbau: Windows mit den auf CD mitgelieferten Grafikkarten-Treibern updaten.
Schritt 4: sich an neuer Grafikpracht erfreuen
In den meisten Spielen lassen sich Grafikeffekte und Auflösung komfortabel an die Rechnerleistung anpassen. Aufgerüstete Alt-PCs sollten selbst bei aktuellen Grafikmonstern problemlos mittlere Qualitätseinstellungen darstellen können. Und wenn noch Geld übrig ist: Mit einem aktuellen spieletauglichen 22-Zoll-Flatscreen-Monitore (ab 150 Euro) macht der ehemals müde Bürohengst endgültig der Konsole Konkurrenz. Play it again, Sam!