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WERBUNG Online-Games |
Die virtuelle Katze im Sack
Bei Electronic Arts setzt offensichtlich ein Umdenken ein. Nachdem die letzten Jahre jegliches Riskio vermieden wurde, lediglich die eingesessenen Sportspiel - Serien mit regelmäßigen Neuauflagen bedacht, hin und wieder ein marginal modifiziertes "Need For Speed" und alle paar Wochen ein neues "Die Sims" - Add - on das Licht der Welt erblickten, kann man dem in den USA beheimateten Publisher mittlerweile keinen Vorwurf mehr machen, wenig innovativ zu sein. Mit dem im Science - Fiction -Universum beheimateten Survival - Horror - Spiel "Dead Space" und dem Genre - Crossover aus Action - Adventure, Jump & Run und Ego - Shooter "Mirror’s Edge" erschienen vergangenen Herbst zwei wirklich respekable Titel, wie sie in dieser Form noch nicht dagewesen sind. Und auch in Sachen Vertriebsmodellen zeigt sich EA experimentierfreudig.
Demnächst erscheint mit "Battlefield: Heroes" eine massentaugliche Variante des beliebten Taktik - Shooters. Der Clou an der Sache: Das Basisspiel soll kostenlos zu haben sein, sich im besten Fall über sogenannten "Downloadable Content", den Verkauf von virtuellen Gegenständen zu winzigen Beträgen, finanzieren. Und seit Kurzem zu haben ist "Battle Forge", das einen ähnlichen Ansatz verfolgt.
Bunte Optik für Bares
Die Besonderheit des vorrangig für die Online - Nutzung konzipierten Echtzeit - Strategiespiels besteht darin, dass man nicht wie im Genre sonst üblich, eine Partie beginnt, indem man eine Basis erstellt, dann Ressourcen sammelt um in der Folge damit möglichst viele Einheiten zu erstellen. Diese stehen in Form eines virtuellen Kartendecks bereits von Anfang an zur Verfügung. Von entscheidender Bedeutung ist dabei, über welche Karten man verfügt und wie die Karten sich untereinander ergänzen. Dieses Prinzip ist natürlich altbekannt von traditionellen Sammelkartenspielen wie "Magic: The Gathering" oder "Vampire: The Masquerade".
Es gibt unheimlich viele Karten, alle haben sie unterschiedliche Werte und Funktionen. Wer über möglichst gute Karten verfügen will, wird nicht daran vorbeikommen, Päckchen mit eben diesen zu kaufen. Für Bares, versteht sich. Und genau wie bei den analogen Gegenstücken weiß man vorher nicht, was für Karten sich in den Päckchen befinden, kauft die Katze im Sack. Und das ist es auch, was aufstößt: Dass man die Langzeitmotivation in Euro aufwiegen kann, die man bereit ist, zusätzlich zum regulären Kaufpreis auf den Tisch zu legen. Abgesehen von dieser Tatsache ist "Battle Forge" grundsätzlich rundum gelungen. Die bunte Optik versteht zu gefallen, der Schwierigkeitsgrad ist angenehm knackig und durch die immer wieder anders zusammenstellbaren Kartendecks hebt sich das Spiel von der Masse an Aufbaustrategietiteln erfrischend ab.
"Battle Forge"
Plattform: PC
Hersteller: Phenomic / EA
Web:"Battle Forge"