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Risen
Seit mittlerweile acht Jahren bastelt der Essener Spieleentwickler Piranha Bytes an seinem Meisterwerk: eine riesige, offene Computer - Rollenspielwelt mit ihren eigenen, teilweise etwas merkwürdigen Gesetzen und einem mitunter recht unbarmherzigen Schwierigkeitsgrad. Nach "Gothic", Teil Eins bis Drei, folgt nach einem Rechtsstreit mit dem ehemaligen Publisher nun der inoffizielle Nachfolger "Risen". Dieses Mal möchte man mehr Eindruck am internationalen Markt schinden – bisher war die Rollenspielsaga rund um den namenlosen Helden in einer räudigen, mittelalterlichen Landschaft ein vorwiegend deutschsprachiges Phänomen. Trotz des neuen Namens denkt das Spielestudio aber nicht daran, seine magische Rezeptur anzutasten.
Immer noch ist die virtuelle Welt von unzähligen unwirschen Burschen bevölkert, mit denen wir uns kräftig prügeln können, die aber auch Waffen, Nahrung und magische Gegenstände an- und abkaufen. Die komplette Umgebung wurde wieder per Hand modelliert: Sämtliche Gebiete, Häuser, Monster und Gegenstände sind manuell in die Welt von "Risen" platziert worden und sorgen somit für ein besonders eindrucksvolles Spieleerlebnis. Leider ist auch die dunkle Seite der Serie weiterhin vorhanden: Dürftig gestaltete Charaktermodelle, technische Marotten, hakelige Steuerung. "Risen" reproduziert zu akribisch, was schon vor sieben Jahren als "Gothic 2" erschienen ist. Das Spiel ist weiterhin toll, aber der Wow - Effekt leider weitgehend verschwunden. (7/10)
Hersteller: Piranha Bytes / Deep Silver
System: PC, Xbox 360