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SoulCalibur IV
Es liegt in der Natur von Spielkonsolen, dass es primär um das archaische Ritual des Kräftemessens geht – mit einem menschlichen Gegner, versteht sich. Was könnte da besser geeignet sein als Rennspiele oder die elektronische Form des "Gemma ausse!", nämlich das klassische Kampfspiel. Bei Letzterem gibt es seit Jahren nur zwei echte Benchmarks – die "Tekken" - Serie und die "SoulCalibur"-Reihe. Wesentliches Unterscheidungsmerkmal: "Tekken" ist ohne Waffen, "SoulCalibur" mit. Letzteres entwickelte sich im Vergleich zu "Tekken" relativ spät aus dem PS1-Klassiker "Soul Blade" über einen recht obskuren Release für die Dreamcast zu der heute bekannten Serie.
Die nicht immer konsistente Versionsgeschichte (manchmal Xbox, manchmal nicht) scheint mit der kompletten Portierung auf die NextGen-Konsolen endlich schlüssig. "SoulCalibur IV" besticht durch unheimlich dichte Atmosphäre und besonders detailliert ausgearbeitete Kämpfer. Vor allem die aus "SoulCalibur II" wieder aufgegriffene Idee, "spielfremde" Charaktere in die Liste der Figuren aufzunehmen, wird hier mit Darth Vader (PS3), Yoda (Xbox 360) und einem nicht näher beschriebenen Jedi - Schüler maximalst ausgereizt. Mit Jedikräften und Lichtschwert selbstverständlich.
Dazu gesellen sich die aus den vorangegangenen Teilen bekannten und beliebten Figuren wie Cervantes, Siegfried, Voldo und Raphael; an dem überarbeiteten Look und den verfeinerte Moves werden Fans der ersten Stunde ihre helle Freude haben. Erfreulich auch das aus "SoulCalibur III" übernommene Feature "Character Creation": Wem zum Beispiel Ivy immer noch zu viel Kleidung und zu wenig Oberweite hat, kann so mit einer selbst kreierten Figur geholfen werden. In Summe also eine mehr als gelungene Fortsetzung, die die besten Eigenschaften der vorangegangen Versionen auf höchster technischer Ebene vereint. (9/10)
System: PS3, Xbox 360
Hersteller: Namco Bandai / Ubisoft