|
|
||
Sim Animals
Wenn Mensch nicht mehr in die Natur kommt, kommt die Natur eben zum Menschen. Um Kids von heute den Unterschied zwischen Bären und Beeren näherzubringen, stattet sie "SimAnimals" mit göttlichen Entscheidungsvollmächten aus und lässt sie sprichwörtlich im Wald stehen. Dort gilt es, ein kleines Fleckchen Eden zu kultivieren, in dem sich Vertreter unterschiedlichster Tiergattungen wohlfühlen.
Ein klein wenig Streicheln hier, ein bisschen Füttern da und schon gedeihen Fauna und Flora. Doch von malerischer Naturidylle keine Spur. Wären die Waldbewohner mit einer höheren KI gesegnet, würden sie von selbst das Weite suchen. Die armen Racker verheddern sich in kargen Pixelbäumen oder stolpern völlig ziellos durch den lieblos gestalteten Forst, dessen erschreckend rückständig wirkende Grafik die Alarmglocke jedes Umweltaktivisten zum Läuten bringt.
Übertrumpft wird das unansehnliche Schauspiel nur von der widerspenstigen Spielsteuerung: Ein als abgetrennte Hand durch die Bäume sausender Cursor lässt alle Lebewesen kalt und den Spieler frustriert zurück.
Der Multiplayer-Modus verwandelt die virtuelle Umweltkatastrophe endgültig in ein Gemetzel, darf doch jeder User gleichzeitig Kamera und Landkarte bedienen.
System: DS, Wii
Hersteller: EA
Bewertung: (3/10)