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Skate 2
"Don’t try this at home" – ein Klassiker, wenn es um extreme Sportarten geht. Und auch wenn das spielerische, unmotorisierte und nicht lebensgefährliche Grinden, Sliden, Flippen oder Kicken nicht wie ein Extremsport aussieht – man kann sich anhand tausender Homevideos ein Bild von Platz- und Schürfwunden, Brüchen, Verrenkungen und Verstauchungen machen. Ein misslungener Railslide, der im Normalfall die Familienplanung für fünf Jahre verschieben würde, zeigt im Spiel praktisch keine Wirkung. Auch das Aufschlagen mit dem natürlich ungeschützen Hinterkopf auf Beton: lachhaft. Ein dicker Minuspunkt für den nach wie vor mangelnden Realismus und somit die Verharmlosung der Verletzungsgefahr.
Abgesehen davon ist "Skate 2" ein würdiger Nachfolger des mittlerweile de - facto Standards der NextGen-Skatespiele. Doppelt so viele Tricks, zusätzlich Mädels als Skaterinnen und die Möglichkeit der eigenhändigen Umgestaltung der Skateplätze, das macht Laune. Auch wenn die Handlung irgendwas von einer bösen Corporation und verlassenen Städten faselt, bleibt ein generell sorgenfreies Feeling erhalten. Eine echte Handlung, oder gar wechselnde Wetterverhältnisse – das alles will man natürlich in einer angesagten Skate - Simulation auf der NextGen - Konsole nicht sehen. Auch gehen die vielen spielerischen Neuerungen auf Kosten des Arcade - Feelings, manche Features sind schlicht und einfach überproportional schwierig zu spielen. Etwas mehr Realismus in Richtung Verletzungen (das täglich Brot von Profis) und der gelegentliche Hinweis auf adäquaten Schutz vor solchen hätte dem Spiel gut getan. So bleibt es nur ein rasantes und technisch gutes, aber leider ziemliches plattes Skateboard - Spiel. (7/10)