|
|
||
Cryostasis: Sleep of Reason
Kalt, kälter, "Cryostasis": Während in unseren Breitengraden endlich der Frühling Einzug hält, schickt uns der ukrainische Horrortitel "Cryostasis: Sleep Of Reason" auf Erkundungsmission in die Arktis. Ein im Polarmeer eingefrorenes Schiffswrack ist Schauplatz des frostigen Egoshooters. Als Meteorologe Alexander Nesterov und bei einigen Graden unter dem Gefrierpunkt steht der Spieler vor der Aufgabe, das Mysterium um das verschollene Schiff im Eis zu lösen. Im Unterschied zur herkömmlichen Egoshooter - Kost ist hier allerdings weniger actionreiches Ballern als vielmehr fröstelnder Nahkampf angesagt, denn als fest vermummter Meteorologe bewegt man sich deutlich langsamer als gewohnt und auch Schusswaffen und Munition sind im Kampf gegen die immer wieder einzeln oder maximal zu zweit anzutreffenden Monster Mangelware.
So muss man immer wieder mit den gefrorenen Zombies auf Tuchfühlung gehen und kann seine Lebensenergie nur an den spärlichen Wärmequellen wieder auffrischen. Kernstück des Spiels sind allerdings die Rätsel, in denen per Zeitsprung nach und nach das mysteriöse Schicksal der toten Crewmitglieder aufgeklärt wird. Wird etwa ein eingefrorener Matrose gefunden, hat der Spieler per Rückblende die Aufgabe, sein grausiges Schicksal zu verhindern und so in der Gegenwart versperrte Wege freizumachen. In diesen originellen Sequenzen und in der beeindruckend unheimlichen Atmosphäre mit Schockgarantie liegen die Stärken von "Cryostasis", allerdings sorgen die Hardwareanforderungen und die schlampige Optimierung des Tiefkühlschockers im Gegensatz zum Setting für glühend heiße Grafikkarten und Ruckelorgien im Nahkampf. Schade drum, denn "Cryostasis" bietet ansonsten atmosphärisch intensive Horrorkost und originelle Rätsel abseits des Egoshooter - Mainstreams. (7/10)

Ab heute können die Terminator Look-Alikes bewertet werden. Die besten drei kommen ins Finale!