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Wer blöd fragt...
"Ganz in Weiß" – das hat Roy Black auch ganz gut gefallen. Da kann es fast kein Zufall sein, dass die ehemalige Wirkungsstätte des Sunnyboys alljährlich zum Epizentrum eines der vernachlässigbarsten Auswüchse der Partykalenders wird: Der Legende nach hat sich vor Jahren die Arzthelferinnen - Clique einer hiesigen Chirurgie - Abteilung ohne sich vorher umzuziehen auf die angesagteste Afterwork - Sause am Wörthersee geschmissen. Das kollektive Unschulds - Weiß kam so gut an, dass tags darauf auch die Sektretärinnen, die Buchhalterinnen und die Steuertussis in wunderbarer Nichtfarbe auf der Party erschienen.
Und weil die Wörthersee - Society "viele kleine Dinge ganz groß macht" (La Hong), hat uns irgendjemand den partygewordenen Schrecken namens "Fête Blanche" eingebrockt. Dankesehr. Jetzt mal ehrlich: Wieviele Gäste mussten so eine Party schon nach zehn Minuten wieder verlassen, weil sie sich irrtümlich in ein Pfützchen Coca Cola gesetzt hatten, das Spuren eines vermeintlichen Diarrhöe - Anfalls auf der eigens zugelegten Fête Blanche - Hose (denn wer unter 30 und ohne Doktortitel ist schon ernsthaft in Besitz einer komplett weißen Party - Garnitur?!) hinterlassen hatte? Wieviele vorsorglich mitgebrachte Reservehemden wurden schon an der Garderobe hinterlegt?
Wieviele Menschen haben da schon aus purer Angst auf den Aparol in ihrem Sprizz verzichtet? Eigentlich sollte man die Klecker-Phobie spätestens mit Ablegung des Baby - Lätzchens hinter sich gelassen haben – eine Fête Blanche ist dahingehend allerdings Masochismus in Reinkultur. "Unbefleckt" schaffenes nur die wenigsten nach Hause. Und dann noch die Albträume, in denen die Arzthelferin die große Spritze auspackt ...
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