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Sklave zum Rhythmus
Es hilft ja alles nix: Ausgiebigst sind an dieser Stelle in den vergangenen Monaten schon die beiden Mix - CDs, die Chloé und Prins Thomas für den Offenbacher Club Robert Johnson gefertigt haben, für besonders sehr gut befunden worden, da erwischt einen Teil drei der "Live At Robert Johnson" - Reihe (Playhouse / Kompakt) auch schon wieder so eiskalt – man möchte vor Schreck beinahe vom Motorrad springen. Der Pariser Ivan Smagghe, einst eine Hälfte der düsteren Bratz - Elektroniker Black Strobe, baut seinen Mix wiederum ganz anders als seine Vorgänger und zwar, man könnte es ahnen, deutlich dunkler, kratzbürstiger und auf geile Weise nerviger.
Smagghe selbst hat seine Musik mal als "dark side of disco, gay biker house, soft goth und boogie trance" bezeichnet, da wollen wir ihm natürlich nicht widersprechen und lassen das so stehen. Die Wighnomy Brothers, In Flagranti, Dark Day, unheilige Allianz, Röyksopp im Remix von Holy Fuck und sehr viel aus der Obskuritätenkiste – Smagghe gleitet druckvoll und zärtlich durch die menschenfreundliche SM - Disco: Schweiß, Schweiß, Neonlicht, Tänzer, vergiss mir die Peitsche nicht!
Auf der sonnendurchfluteten Seite von Disco stehen hingegen die Macher von Horse Meat Disco. Seit 2003 betreibt das Londoner Kollektiv ihre Partyreihe, jetzt erscheint die erste offizielle Mix - CD selbigen Namens: "Horse Meat Disco" (Strut) ist Disco im eigentlichsten Wortsinn und strickt aus den unvermeidlichen Klassikern der Glitzerkugel wie Fern Kinney und Gino Soccio und reichlich verschütt geglaubten Schätzen einen der besten Mixe des Jahres. Rein in den Catsuit!