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Wer blöd fragt...
Lange Zeit fand ich Privat - Partys eher blöd. Austauschbare Studenten - WGs, austauschbares Dosenbier, austauschbar vollgerammelte Küchen und die austauschbare Ethnologie - Studentin, die irgendwann eine Gitarre findet und "Blowin' In The Wind" singt. Da kann der Gastgeber vorher noch so einen auf schick machen – was bei Partys gen Ende geboten wird, ist immer das gleiche: menschlicher Müll. Wer noch geradeaus schauen kann, flüchtet sich irgendwann in ein Taxi und klammert sich an die Hoffnung, dass sich die anderen morgen auch nicht mehr daran erinnern können. Wer aber seine Schuhe nicht mehr findet und mit seinen Kräften sowieso schon am Ende ist, dessen Schicksal ist besiegelt: Irgendwann kommt die Müdigkeit, früher oder später. Und dann geht der Spaß erst richtig los. Betrunkene Menschen zu dekorieren ist so ziemlich das Letzte, ich weiß. Wer jedoch beim Anblick seines geschmückten Ganzkörperkunstwerkes schon einmal vergnügt in die Hände klatschen musste, der weiß, wie viel Freude es bereitet, die alkoholisierte Hässlichkeit mit ein paar gezielten Handgriffen zu entmachten. Das Vergnügen dabei ist schwer erklärbar. Ich weiß aber auch nicht wirklich, warum ich bei "Hot Shots" keine Luft mehr bekomme vor lauter Lachen. Es ist einfach so. Nach dem Motto "Die Welt ein bisschen schöner machen und dabei herzhaft lachen" ist schon die eine oder andere wirkliche gelungene Dekoration entstanden. Seither verstehe ich auch diese Hundehalter, die ihren Kötern gestrickte Zweireiher überziehen oder – an besonders tristen Tagen – vorsorgehalber ein kleines Regencape. Hässlichkeit ist eine vermeidbare Sache. Aber glücklicherweise liegt die Schönheit ja im Auge des Betrachters.
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