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Sound, Video, Games & Co.
An der Uni Graz beginnt das Diplomstudium „Elektrotechnik – Toningenieur“ nach einer Aufnahmeprüfung, die musiktheoretische Grundkenntnisse und das Ton- und Rhythmusgedächtnis testet. Man studiert an der Technischen Universität Graz und an der Universität für Musik und darstellende Kunst. So wird eine interdisziplinäre Synthese von Technik und Musik, Kunst und Wissenschaft vermittelt. Entsprechend abwechslungsreich ist der Stundenplan, auf dem etwa Tontechnik, Sounddesign und Nachrichtentechnik stehen.
Postgraduelle Angebote
Postgraduelle Ausbildungsmöglichkeiten kann man etwa in Krems in Anspruch nehmen: „Die Donau-Universität Krems fokussiert als Weiterbildungsuniversität ihre Universitätslehrgänge generell auf praxisorientierte Lehre und Forschung“, sagt Dr. Klausjürgen Heinrich vom Department für Interaktive Medien und Bildungstechnologien. Die Bereiche „Videoproduktion“ und „Sound Design“ sind zentrale Inhalte des Universitätslehrganges „Professional MSc Multimedia“. Zudem gibt es in Krems auch einen Lehrgang zum Thema „Computer Game Studies“.
An der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien besteht ebenfalls ein postgraduelles Ausbildungsangebot: Etwa für die Fächer „Computer- und Elektroakustische Musik“, „Komposition“ und „Medienkomposition“. Bereits seit 1964 existiert ein Lehrgang für „Computermusik und Elektronische Medien“.
Die Wiener Universität für Angewandte Kunst, der das Institut für Bildende und Mediale Kunst unterstellt ist, bietet im Rahmen der Studienrichtung „Mediengestaltung“ zwei interessante Schwerpunkte: „Medienübergreifende Kunst“ und „Digitale Kunst“. Deren Absolventen arbeiten insbesondere im Bereich künstlerisch-medialer Produktion im Zusammenhang mit Visualität und Akustik. Die Fächer „Bühnengestaltung“ und „Filmgestaltung“ befähigen zur Entwicklung und Realisation künstlerischer Konzepte, unter anderem in den Bereichen Theater, Film, Performance und Internet.
Ein neuartiges Ausbildungsprojekt wurde an der Kunstuniversität Linz umgesetzt: Digital Media for Artists, eine öffentliche E-Learning-Plattform für die digitale Medienausbildung, die begleitend zum Präsenzunterricht genützt werden kann. Dabei haben die Studierenden die Möglichkeit, sich mit Themenbereichen wie Video/Postproduction, Audio, 3D-Grafik, Animation und Multimedia-Lösungen auseinanderzusetzen.
Fachhochschulen mit Praxisbezug
„Die Vorteile eines Fachhochschulstudiums bestehen eindeutig darin, dass der Kontakt von Lehrbeauftragten und StudentInnen persönlicher ist, und daher auf Stärken und Schwächen gezielter eingegangen werden kann“, sagt Dipl.-Ing. Julia Juster, die an der Fachhochschule Sankt Pölten „Telekommunikation und Medien“ studiert hat und jetzt an der Donau-Uni in Krems als Organisationsassistentin die Technik des Internationalen Journalismus-Zentrums betreut. Ein weiterer Pluspunkt seien ihrer Erfahrung nach der praxisbezogene Unterricht und das verpflichtende Praktikumssemester.
Österreichische Fachhochschulen verfügen über ein breites Ausbildungsspektrum im kreativ-technischen Medienbereich: An der FH in Hagenberg in Oberösterreich kann man in vier Semestern das Masterstudium „Digitale Medien“ absolvieren. Seine Studenten beschreibt Studiengangsleiter Dr. Wilhelm Burger als „technisch überdurchschnittlich versiert, kreativ und ambitioniert, mit breiten Interessen im Medienbereich sowie hohen Ansprüchen an die Ausbildung und an sich selbst.“ Abschlussarbeiten des Studiengangs beschäftigen sich mit Themen wie „Audio gesteuerte Animationen“ oder „Lernmethoden in Computerspielen“.
Eine multimediale Ausbildung wird an den FHs in Salzburg und Dornbirn angeboten: AbsolventInnen sind für Audio-, Web- und Game-Design genauso qualifiziert wie für Berufe der Film- und Fernsehbranche: Sei es im Bereich Regie- bzw. Kameraassistenz oder als TontechnikerIn. Anderen Schwerpunkten aus der Medienwelt widmet man sich im Burgenland und in der Steiermark: An der FH Joanneum in Graz bereitet der Lehrgang „Informationsdesign“ auf das Planen und Optimieren von medialen Kommunikationsprozessen vor. Auch in Eisenstadt erlernt man den Umgang mit audiovisuellen Medien in Bezug auf die professionelle Aufbereitung von Informationen.